Burgenland baut erstes stationäres Hospiz

Mona HopfingerMona Hopfinger
Fünf Personen stehen vor einem Bauprojekt mit gelbem Bagger in Wien
© Landesmedienservice Burgenland

In Oberpullendorf entsteht bis Ende 2026 das erste stationäre Hospiz des Burgenlands. Die Einrichtung mit zehn Betten soll schwerkranke Menschen würdevoll begleiten, wenn eine Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist.

Anlässlich des Internationalen Hospiz- und Palliativtags am 10. Oktober besuchte Soziallandesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) die Baustelle in Oberpullendorf. Die Arbeiten verlaufen nach Plan, die Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen. Das Hospiz wird in unmittelbarer Nähe zum Pflegewohnhaus und zur Klinik Oberpullendorf errichtet.

„Mit dem ersten stationären Hospiz des Burgenlandes setzen wir einen historischen Meilenstein für die Soziallandschaft unseres Landes“, betonte Schneemann. Es gehe nicht in erster Linie um Betten oder Quadratmeter, sondern um Menschlichkeit, Würde, Nähe und Respekt. Das Hospiz schließe eine wichtige Lücke in der Versorgung und ergänze die bereits bestehenden mobilen Angebote.

Multiprofessionelles Team für zehn Betten

Schwerkranke und sterbende Menschen finden in der neuen Einrichtung einen Ort der Geborgenheit. Rund 25 Voll- und Teilzeitbeschäftigte werden künftig im Hospiz arbeiten. Neben Pflegekräften gehören auch Fachkräfte aus Sozialarbeit und Psychologie zum Team. Betrieben wird das Hospiz von der Burgenländischen Pflegeheim Betriebs-GmbH, einer Tochter der Sozialen Dienste Burgenland.

Mobile Palliativteams bereits im Einsatz

Schon jetzt sind zwei mobile Palliativteams der Sozialen Dienste Burgenland von Eisenstadt und Güssing aus landesweit tätig. Sie unterstützen schwer erkrankte Menschen und ihre Angehörigen in Zusammenarbeit mit Hausärzten, Hauskrankenpflege und stationären Einrichtungen.

16 Mitarbeiter haben im laufenden Jahr 2026 bislang 615 Menschen betreut und rund 7.500 Leistungsstunden erbracht. Im gesamten Jahr 2025 wurden 736 Personen begleitet, etwa 9.500 Leistungsstunden geleistet und rund 2.600 Patientenbesuche durchgeführt.

Ehrenamtliche schenken Zeit und Nähe

Ergänzend zur professionellen Versorgung sind mobile Hospizteams mit Ehrenamtlichen im Einsatz. Sie schenken Zeit, hören zu und stehen Betroffenen sowie Angehörigen zur Seite. Pflegeleistungen umfasst ihre Begleitung nicht.

Zurzeit engagieren sich dort neun ehrenamtliche Mitarbeiter, weitere durchlaufen gerade den Befähigungskurs. Heuer haben sie bislang 67 Besuche durchgeführt und rund 150 Stunden aufgewendet. In den Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt-Umgebung und Mattersburg ist das Rote Kreuz Burgenland zuständig, im Bezirk Oberwart die Diakonie Burgenland.

Quelle: https://www.landesholding-burgenland.at/news/artikel/ein-ort-der-geborgenheit-erstes-stationaeres-hospiz-im-burgenland

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