Burgenland: Bevölkerung zufrieden mit Gesundheitsversorgung

Mathias FischerMathias Fischer
Gesundheitsversorgung in Österreich: 77% Zufriedenheit, 8/10 gut bewertete Krankenhausbehandlungen, neue Herzchirurgie, medizinische Universität
© Mit KI (Gemini) generiert

Eine aktuelle Studie zeigt: 77 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer sind mit der Gesundheitsversorgung im Land zufrieden. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) sieht darin eine Bestätigung der burgenländischen Gesundheitspolitik.

Die Ergebnisse einer neuen Erhebung bescheinigen der Gesundheitsversorgung im Burgenland gute Noten. 77 Prozent der Befragten zeigten sich zufrieden, wie Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Mittwoch bei der Präsentation der Studie in der Klinik Oberwart bekanntgab. Gesundheit dürfe weder vom Wohnort noch von den finanziellen Möglichkeiten abhängen, betonte er.

Der Landeshauptmann warnte erneut vor einer Zentralisierung im Gesundheitswesen. Diese sei der falsche Weg. Die Weiterentwicklung in Richtung Primärversorgungseinheiten bedeute Privatisierung und sei „ein Hohn und ein Schlag ins Gesicht der Patienten“. Solche Einrichtungen würden eingeschränkte Öffnungszeiten mit sich bringen und könnten Spitalsstandorte nicht kompensieren.

Doskozil verteidigt Herzchirurgie in Oberwart

Dass sich Bundespolitiker gegen die neue Herzchirurgie im Krankenhaus Oberwart aussprechen, könne er nicht nachvollziehen, so Doskozil. Angesichts monatelanger Wartezeiten auf entsprechende Operationen müsse gehandelt werden. Die Herzchirurgie werde es noch geben, wenn es die Verantwortlichen im Bund nicht mehr gebe, betonte er.

Zur geplanten Medizinuni im Burgenland werden derzeit mehrere Varianten geprüft. Denkbar sei eine Partnerschaft mit einer bestehenden Universität und einem Standort im Burgenland oder eine eigenständige Universität im Land. Im Herbst soll dazu eine Entscheidung fallen.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Das Institut für Strategieanalysen von Peter Filzmaier führte die Studie in Kooperation mit Triple M Matzka Markt und Meinungsforschung durch. Im Herbst 2025 wurden rund 1.000 Burgenländer sowie 500 Österreicher für Vergleichswerte befragt. Die Burgenländerinnen und Burgenländer beurteilen nicht nur die aktuelle Versorgung positiv, sondern blicken auch wesentlich optimistischer in die Zukunft, erklärte Filzmaier. Das spreche für ein hohes Vertrauen in das Gesundheitssystem des Landes.

Während österreichweit 45 Prozent mit einer Verschlechterung rechnen, seien es im Burgenland nur 29 Prozent. Die Studie untersuchte auch, warum Menschen statt eines Hausarztes die Ambulanz aufsuchen. Ausschlaggebend seien vor allem Wartezeiten und Öffnungszeiten, erklärte Meinungsforscherin Christine Matzka.

Die Zufriedenheit mit stationären Behandlungen war groß: Acht von zehn Befragten beurteilten die Behandlung in einem burgenländischen Spital mit „sehr gut“ oder „eher gut“. Gesundheit Burgenland-CEO Florian Schlechtleitner kündigte an, die Gesundheitsoffensive konsequent weiterzuentwickeln. Die Studienergebnisse seien sehr positiv, man werde sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen.

Quelle: APA

Worüber spricht Oberwart morgen?

Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.