Burgenland Energie hält Gaspreis trotz Krise stabil

Mona HopfingerMona Hopfinger
Energiepreise: Stabil 4,9 Ct/kWh dank Speicher 100% im Burgenland, trotz geopolitischer Faktoren
© Mit KI (Gemini) generiert

Während die Gaspreise auf den europäischen Großhandelsmärkten massiv steigen, bleibt der Preis für Bestandskunden der Burgenland Energie bis Ende März 2027 bei 4,9 Cent pro Kilowattstunde. Der Energieversorger hat die benötigten Mengen bereits vor der Heizperiode beschafft.

Die Gaspreise auf den europäischen Großhandelsmärkten haben in den vergangenen Wochen stark zugelegt. Der europäische Referenzpreis TTF liegt derzeit bei mehr als 70 Euro pro Megawattstunde – ein außergewöhnlich hohes Niveau. Auslöser sind die Fortsetzung des Iran-Krieges und anhaltende Einschränkungen bei den Energieexporten aus dem Mittleren Osten.

Für Österreich verschärft sich die Lage durch das Ende der russischen Pipeline-Lieferungen über die Ukraine. Das Land ist nun stärker auf alternative Bezugsquellen und den europäischen Gasmarkt angewiesen. Zudem steht Europa im Wettbewerb mit anderen Weltregionen um verfügbare LNG-Mengen. Katar, der weltweit größte LNG-Exporteur, hat seine Lieferungen stark reduziert und macht bei einzelnen Kunden "höhere Gewalt" für die eingeschränkten LNG-Lieferungen geltend.

Frühzeitige Beschaffung sichert Preisstabilität

Die Burgenland Energie hat nach eigenen Angaben rechtzeitig vorgesorgt. Der Energieversorger hat die benötigten Gasmengen für seine Kunden bereits vor Beginn der Heizperiode beschafft und die Preise abgesichert. Der Speicherfüllstand des Unternehmens liegt aktuell bei 100 Prozent, während jener in Gesamtösterreich bei rund 68 Prozent liegt.

Bereits mit Ende der vergangenen Heizperiode konnten sich Kunden der Burgenland Energie einen neuen Gaspreis von 4,9 Cent pro Kilowattstunde sichern. Dieser Preis bleibt für die kommende Heizperiode bis Ende März 2027 stabil – unabhängig von den aktuellen Preissteigerungen auf den internationalen Großhandelsmärkten.

„Wir haben aus den Energiekrisen der vergangenen Jahre gelernt und frühzeitig Verantwortung übernommen. Während die internationalen Gaspreise durch die LNG-Lieferengpässe als Folge des Irankriegs wieder massiv steigen und Europa mit großen Unsicherheiten in die kommende Heizperiode geht, haben wir die benötigten Mengen für unsere Kundinnen und Kunden frühzeitig beschafft und die Preise abgesichert“, so Stephan Sharma, CEO der Burgenland Energie.

Wärmepumpe als Alternative zur Gasheizung

Die aktuelle Entwicklung zeige erneut, wie stark fossile Energiepreise von internationalen Krisen, geopolitischen Konflikten und globalen Lieferketten abhängig sind, heißt es in der Aussendung. Mit PumpenPeter, dem Wärmepumpenangebot der Burgenland Energie, ersetzen Haushalte ihre bestehende Öl- oder Gasheizung durch eine moderne Wärmepumpe und erzeugen Wärme auf Basis erneuerbarer Energie.

„Die beste Antwort auf internationale Energiekrisen ist langfristig die Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten. Mit erneuerbarem Strom aus unserer Region und modernen Wärmepumpen können wir unsere Häuser sicher, leistbar und nachhaltig beheizen“, so Sharma weiter.

Mit stabilen Gaspreisen für die kommende Heizperiode und Wärmepumpen-Angeboten verfolgt die Burgenland Energie nach eigenen Angaben zwei Ziele: kurzfristig Sicherheit und stabile Preise für bestehende Kunden und langfristig größtmögliche Energieunabhängigkeit.

Quelle: OTS

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