Burgenland: Invasive Pflanzen werden zu Pflanzenkohle

Ein Forschungsprojekt der Forschung Burgenland wurde beim ÖGUT-Umweltpreis 2026 mit dem Sonderpreis des Magazins LEBENSART ausgezeichnet. Das Team um Projektleiter Michael Peinsipp verwandelt invasive Pflanzenarten in hochwertige Pflanzenkohle.
Das Projekt „CS4Region – Invasive Pflanzen, neue Chancen: Innovative zirkuläre Wertschöpfung für Klimaschutz, Kohlenstoffspeicherung und Bodenresilienz“ erhielt beim ÖGUT-Umweltpreis 2026 den Sonderpreis des Magazins LEBENSART. Die Auszeichnung würdigt ein innovatives Verfahren zur Verarbeitung invasiver Pflanzen.
Problemarten als Rohstoff nutzen
Invasive Arten wie Japanischer Staudenknöterich oder Kanadische Goldrute verdrängen heimische Pflanzen und belasten Ökosysteme erheblich. Das anfallende Schnittgut durfte bisher wegen der raschen Ausbreitung häufig weder kompostiert noch unkontrolliert gelagert werden. Hier setzt das Forschungsvorhaben an: In Zusammenarbeit mit der Universität Sopron entwickelt das Team ein Verfahren, um diese Pflanzen in hochwertige Pflanzenkohle umzuwandeln.
Mehrfacher Nutzen überzeugt Jury
Das Projekt vereint mehrere ökologische und ökonomische Vorteile. Die hergestellte Pflanzenkohle speichert Kohlenstoff langfristig und verbessert die Bodenqualität nachhaltig. Aus kostenintensivem Schnittgut entsteht eine regional verwertbare Ressource, die zur lokalen Wertschöpfung beiträgt. Zudem unterstützt das gezielte Management den Schutz heimischer Arten vor Verdrängung.
Die Jury würdigte das Vorhaben als beispielhafte Umsetzung des Kreislaufwirtschaftsgedankens. Bei der Preisverleihung nahmen Laura Stifter und Michael Peinsipp die Auszeichnung entgegen.
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