Burgenland knackt Nächtigungsrekord im Tourismus

Das Burgenland verzeichnet von Jänner bis Juli 2026 mit 1,94 Millionen Übernachtungen einen neuen Höchstwert. Besonders die Nachbarmärkte Tschechien und Ungarn sorgen für starke Zuwächse, während der Juli wegen extremer Hitze unter dem Vorjahresniveau blieb.
Der burgenländische Tourismus erreicht in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 einen neuen Rekord. Insgesamt wurden 1.940.930 Nächtigungen gezählt, was einem Anstieg von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Im Juli allein wurden 434.478 Übernachtungen registriert, das bedeutet ein Minus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Juli 2025. Extreme Hitzephasen führten dazu, dass manche Urlauber ihre Reisepläne änderten oder kurzfristig auswichen.
Ausbau der Nebensaisonen als Strategie
Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel betont die Bedeutung der Entwicklung: „Mit 1,94 Millionen Nächtigungen von Jänner bis Juli erreichen wir einen neuen Höchstwert und setzen damit die positive Entwicklung des burgenländischen Tourismus fort.“ Er verweist darauf, dass immer mehr Gäste in Nebensaisonen ausweichen, um der sommerlichen Hitze zu entgehen, besonders im Osten Österreichs.
Wichtig seien daher alle Aktivitäten zur Verlängerung der Sommersaison sowie zur Stärkung von Frühjahr und Herbst. Als Beispiele nennt Tunkel das Losradeln im März, das See Opening im Frühsommer und die Martiniloben-Veranstaltungen im Herbst. Auch der Wintertourismus soll mit dem Winterwunder Burgenland weiterentwickelt werden.
Inländische Gäste leicht rückläufig, Ausland legt zu
Die Übernachtungen inländischer Gäste lagen von Jänner bis Juli mit 1.483.460 um 0,2 Prozent unter dem Vorjahr. Demgegenüber stiegen die Nächtigungen aus dem Ausland um 1,3 Prozent auf 457.470.
Bei den wichtigsten Inlandsmärkten zeigt sich ein positives Bild: Niederösterreich verzeichnete mit 424.460 Nächtigungen ein Plus von 2,9 Prozent, Wien erreichte mit 385.757 Übernachtungen ein Wachstum von 2,3 Prozent.
Besonders erfreulich entwickelten sich die Nachbarmärkte: Tschechien legte um 13,5 Prozent zu, Ungarn um 11,8 Prozent und die Slowakei um 1,9 Prozent.
Regionale Unterschiede im Juli
Im Juli zeigten sich regional unterschiedliche Entwicklungen: Das Nordburgenland verzeichnete mit 271.124 Nächtigungen ein Minus von 3,0 Prozent. Mittelburgenland-Rosalia kam auf 64.199 Übernachtungen und ein Plus von 0,7 Prozent, das Südburgenland erreichte mit 99.155 Nächtigungen einen Zuwachs von 2,5 Prozent.
Die Nächtigungen inländischer Gäste gingen im Juli um 4,5 Prozent auf 309.759 zurück, während jene aus dem Ausland um 8,1 Prozent auf 124.719 stiegen. Die Nachbarmärkte setzten ihre positive Entwicklung fort: Tschechien verzeichnete ein Plus von 29,2 Prozent, Ungarn von 24,3 Prozent und die Slowakei von 22,0 Prozent.
Herbstangebote in Vorbereitung
Burgenland Tourismus bereitet bereits das Herbstprogramm vor. Vom 1. bis 11. Oktober finden die Pannonischen Natur.Erlebnis.Tage statt. Dazu kommen das Martiniloben sowie Angebote rund um Thermen, Radfahren und Wandern.
„Der Herbst ist eine besonders attraktive Reisezeit im Burgenland. Mit unserem vielfältigen Angebot wollen wir Lust auf einen Urlaub im Burgenland machen und zusätzliche Gäste begeistern“, so Tunkel.
Worüber spricht Eisenstadt morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.