Burgenland senkt Bodenverbrauch auf 0,6 Hektar täglich

Mathias FischerMathias Fischer
Frau mit Brille und beigem Mantel steht mit verschränkten Armen vor einem Baum.
© Büro LH-Stv.in Haider-Wallner

Das Burgenland reagiert auf den aktuellen WWF-Bodenreport mit konkreten Maßnahmen. Der tägliche Flächenverbrauch konnte bereits von 1,3 auf 0,6 Hektar reduziert werden. Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner kündigt weitere Schritte an.

Ein neuer WWF-Bodenreport zeigt dringenden Handlungsbedarf beim Bodenschutz in ganz Österreich. Auch das Burgenland steht vor dieser Aufgabe, hat aber bereits Maßnahmen gesetzt, um den Flächenverbrauch zu verringern und langfristig eine Trendumkehr zu schaffen.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner erklärt, dass der Bodenverbrauch pro Kopf im Burgenland historisch bedingt besonders hoch sei. „Das ist eine Herausforderung, der wir uns stellen. Gerade weil wir im Burgenland keine großen Städte und zentralen Ballungsräume haben, müssen wir besonders genau hinschauen, wie und wo sich unser Land entwickelt“, so Haider-Wallner.

Verbrauch um mehr als die Hälfte gesunken

Erste Erfolge sind bereits messbar: Im aktuellen Überprüfungszeitraum sank der tägliche Bodenverbrauch von zuletzt 1,3 Hektar auf 0,6 Hektar. Die Landeshauptmann-Stellvertreterin betont, dass diese Entwicklung weiter vorangetrieben werden müsse. „Unser Ziel ist es, diesen positiven Trend fortzusetzen und den Verbrauch wertvoller Böden weiter zu reduzieren“, erklärt sie.

Zukunftsplan 2030 mit Bodenschutzoffensive

Mit dem Zukunftsplan 2030 legt das Burgenland einen klaren Schwerpunkt auf Bodenschutz. Zu den konkreten Maßnahmen zählen eine Bodenschutzoffensive, ein Entsiegelungswettbewerb, eine sorgfältige Prüfung neuer Gewerbeflächen sowie eine derzeit in Arbeit befindliche Leerstandsdatenbank. Diese Instrumente sollen den Flächenverbrauch reduzieren und bestehende Flächen besser nutzen.

„Bodenschutz ist kein Thema, das von heute auf morgen erledigt ist. Es ist ein langer Weg. Aber das Burgenland hat die Herausforderung erkannt und setzt konkrete Schritte“, betont Haider-Wallner. Das Land wolle sich wirtschaftlich und gesellschaftlich weiterentwickeln und gleichzeitig seine wertvollen Böden schützen. Dafür brauche es einen langen Atem, vorausschauende Planung und einen verantwortungsvollen Umgang mit den Flächen.

Quelle: https://burgenland.gruene.at/news/bodenschutz-burgenland-arbeitet-an-der-trendumkehr

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