Burgenland: Sportvereine fordern digitale Hallennutzung

Die SPORTUNION Burgenland will, dass Vereine öffentliche Sportstätten künftig online buchen können. Im Rahmen des digitalen Gemeindepakets des Landes sollen Turnsäle und Sportanlagen leichter zugänglich werden.
Das Land Burgenland hat kürzlich ein digitales Gemeindepaket für alle 171 Gemeinden präsentiert. Die SPORTUNION Burgenland begrüßt die Initiative und fordert nun, dass der Vereinssport bei der Weiterentwicklung gezielt berücksichtigt wird. Konkret geht es darum, Schulturnsäle und kommunale Sportanlagen für Vereine einfacher nutzbar zu machen.
„Wenn ein Verein freie Hallenzeiten online findet, einfach buchen kann und zum vereinbarten Termin Zugang erhält, schafft Digitalisierung einen spürbaren Nutzen vor Ort. Genau dafür sollte das Gemeindepaket genutzt werden. Wir wünschen uns, dass das Land die Sportstättenöffnung gemeinsam mit den Gemeinden und dem organisierten Sport darin verankert“, erklärt Patrick Bauer, Landesgeschäftsführer der SPORTUNION.
Schulsportstätten sollen auch am Wochenende verfügbar sein
Der Verband verlangt verbindliche Regelungen für die außerschulische Nutzung öffentlicher Schulsportstätten durch gemeinnützige Sportvereine. Diese sollen auch an Wochenenden und in den Ferien gelten. Der Schulbetrieb hätte weiterhin Vorrang, ab 15 Uhr sollten jedoch Nachmittagsbetreuung und Vereinskurse abwechselnd möglich sein.
Karin Ofner, Präsidentin der SPORTUNION, betont: „Ein Kinderkurs, ein Jugendtraining oder eine Bewegungseinheit für ältere Menschen braucht einen geeigneten Raum und verlässliche Trainingszeiten. Öffentlich finanzierte Sportstätten sollten außerhalb des Unterrichts möglichst vielen Menschen Bewegung ermöglichen. Mit fairen Tarifen und einem einfachen Zugang stärken wir die Vereine und entlasten ihre Ehrenamtlichen.“
Vier zentrale Forderungen an das Gemeindepaket
Die SPORTUNION hat konkrete Maßnahmen formuliert: Sportstätten sollen in einer digitalen Übersicht erfasst werden, freie Zeiten und Tarife transparent dargestellt und Online-Buchungen ermöglicht werden. Bestehende Buchungssysteme sollen integrierbar sein.
Zudem fordert der Verband digitale Zutrittssysteme, etwa über Chip oder Code, die mit genehmigten Buchungen verknüpft sind. Das würde Schlüsselübergaben überflüssig machen. Kleinere Gemeinden sollen durch Landesunterstützung bei Schließtechnik, Software, Wartung und Schulung entlastet werden.
Außerdem verlangt die SPORTUNION leistbare, nachvollziehbare Tarife und transparente Vergaberegeln für gemeinnützige Sportvereine. Die Sportverbände sollen frühzeitig in die Ausgestaltung einbezogen werden.
Der Verband appelliert an das Land, Digital Burgenland und die Gemeinden, die Anforderungen bei der Weiterentwicklung des Pakets aufzugreifen und gemeinsam mit Sportvereinen in Pilotgemeinden zu erproben.
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