Burgenland tilgt weitere 57,2 Millionen Euro Schulden

Mathias FischerMathias Fischer
Schuldenabbau Burgenland: aktuell -57,2 Mio. Euro, Ziel 2027: -200 Mio. Euro
© Mit KI (Gemini) generiert

Das Burgenland baut seine Verbindlichkeiten weiter ab. Nach 50 Millionen Euro im Juni werden nun 57,2 Millionen Euro getilgt. Insgesamt sinken die Schulden damit innerhalb weniger Monate um mehr als 107 Millionen Euro.

Das Burgenland setzt seinen Kurs der finanziellen Konsolidierung fort. Noch im Laufe dieses Monats wird ein Darlehen von 57,2 Millionen Euro getilgt. Bereits im Juni hatte das Land rund 50 Millionen Euro an Schulden abgebaut. Innerhalb weniger Monate werden damit mehr als 107 Millionen Euro an Verbindlichkeiten reduziert.

Landeshauptmann und Finanzreferent Hans Peter Doskozil (SPÖ) betont, dass weitere Tilgungsschritte folgen sollen. Der Schuldenabbau ist Teil des von ihm initiierten Finanzstabilitätspakets. „Während die öffentlichen Haushalte in ganz Österreich unter Druck stehen, zahlen wir Schulden zurück. Nach 50 Millionen Euro im Juni tilgen wir jetzt die nächsten 57,2 Millionen Euro – und dabei wird es nicht bleiben“, so Doskozil.

Verkauf von Wohnbaudarlehen ermöglicht Tilgung

Ermöglicht wird der Schuldenabbau durch den Verkauf von Wohnbaudarlehen. Die erste Phase mit einem Rückkaufsangebot an Häuslbauerinnen und Häuslbauer brachte dem Land Rückflüsse von rund 250 Millionen Euro. Parallel läuft die zweite Phase mit gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften und privaten Unternehmen.

Die verbleibenden Wohnbaudarlehen sollen bis 2027 schrittweise verwertet werden, indem sie institutionellen Investoren angeboten werden. Dies ist abhängig von den Marktbedingungen.

Erlöse fließen direkt in Schuldentilgung

Auch andere Bundesländer verwerten Wohnbaudarlehen, teilweise im Rahmen zeitlich begrenzter Rückkaufaktionen, teilweise laufend. Das Burgenland geht dabei einen eigenen Weg: Zuerst haben die burgenländischen Häuslbauerinnen und Häuslbauer von einem Rückkaufsangebot profitiert. Die erzielten Rückflüsse werden konsequent für den Abbau bestehender Schulden eingesetzt.

Nach aktuellem Stand ist das Burgenland das einzige Bundesland, das Erlöse aus der Verwertung von Wohnbaudarlehen gezielt zur Schuldentilgung verwendet. Damit sinken sowohl der Schuldenstand als auch die künftigen Zinsbelastungen. „Jeder Euro, den wir nicht für Zinsen ausgeben müssen, kann sinnvoller eingesetzt werden. Deshalb bauen wir Schulden ab, wenn wir die Möglichkeit dazu haben“, erklärt Doskozil.

Schuldenstand soll um 200 Millionen Euro sinken

Im Jahr 2027 soll der Schuldenstand des Landes um insgesamt rund 200 Millionen Euro gesunken sein. Damit wird das Burgenland deutlich unter der im Burgenländischen Haushaltsstabilitätsgesetz festgelegten Obergrenze von 600 Millionen Euro liegen.

„Solide Finanzen und eine starke soziale Politik gehören für mich zusammen. Wir sparen nicht bei den Menschen, sondern dort, wo es vernünftig und vertretbar ist“, unterstreicht der Landeshauptmann. So sollen auch für die Zukunft eine starke Gesundheitsversorgung, Pflege, leistbares Wohnen und wichtige Investitionen abgesichert werden.

Quelle: OTS

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