Burgenland verzichtet auf Lkw-Maut – Wiener Wirtschaft erleichtert

Mona HopfingerMona Hopfinger
LKW-Maut auf der Fahrt durch Niederösterreich, Wien und das Burgenland mit Gütern.
© Mit KI (Gemini) generiert

Das Burgenland führt keine eigene Lkw-Maut auf Landesstraßen ein. Die Wiener Transporteure zeigen sich zufrieden mit der Einigung zwischen Land und Wirtschaftskammer. Die geplante Abgabe hätte die gesamte Ostregion verteuert.

Wolfgang Böhm, Obmann der Wiener Transporteure, zeigt sich erleichtert über den Verzicht des Burgenlands auf eine eigene Lkw-Maut auf Landesstraßen. Die Vereinbarung zwischen dem Land und der Wirtschaftskammer sei ein bedeutendes Signal für die eng vernetzte Ostregion und deren Wirtschaft.

„Es ist gut, dass die sachlichen Argumente der Wirtschaft gehört wurden“, erklärt Böhm. Die geplante Maut hätte vor allem jene Transporte belastet, die täglich die Versorgung der Region sicherstellen: Lieferungen an Supermärkte, Tankstellen, Baustellen sowie Gewerbe- und Industriebetriebe. Die zusätzlichen Kosten wären über die gesamte Lieferkette weitergereicht und letztlich von den Konsumentinnen und Konsumenten getragen worden.

Entlastung für Unternehmen in der Ostregion

Der Verzicht auf die Maut verhindere eine zusätzliche finanzielle Belastung für Betriebe in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. „Transport und Logistik sind das Rückgrat der Wirtschaft“, betont Böhm. Rohstoffe müssten in die Produktion, Waren in den Handel und Güter zu den Betrieben gelangen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seien verlässliche und leistbare Rahmenbedingungen erforderlich – keine neuen Kosten, die den Standort und das tägliche Leben verteuern würden.

Transit-Verkehr soll auf hochrangiges Straßennetz

Positiv bewertet Böhm auch den vereinbarten Ansatz, überregionalen Transit-Schwerverkehr auf das hochrangige Straßennetz zu lenken und Maut-Ausweichverkehr über Landes- und Gemeindestraßen zu unterbinden. Die Wirtschaftskammer und Interessensvertretungen hätten geschlossen aufgezeigt, dass die regionale Wirtschaft nicht zur Kasse gebeten werden dürfe, um ein Transitproblem zu lösen. „Wir hoffen, dass damit das Thema Lkw-Maut auf Landesstraßen endgültig vom Tisch ist“, so Böhm.

Quelle: OTS

Worüber spricht Burgenland morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.