Burgenlands Gewerbe warnt vor geplanter Lkw-Maut

Mathias FischerMathias Fischer
Landeshauptmann Thomas Stelzer spricht im Landtagssitzungssaal in Linz.
© WKB

Die geplante Burgenland-Maut sorgt bei Gewerbe- und Handwerksbetrieben für Unmut. Spartenobmann Anton Putz warnt vor zusätzlichen Belastungen im Werkverkehr und steigenden Kosten für Konsumenten.

Gewerbe- und Handwerksbetriebe im Burgenland wehren sich gegen die geplante Einführung einer Lkw-Maut. Die zusätzlichen Kosten im Werk- und Warenverkehr würden die ohnehin unter Druck stehenden Unternehmen massiv belasten, kritisiert die Wirtschaftskammer.

„Die burgenländischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe stehen massiv unter Kostendruck – Verteuerung der Lieferketten, Energie- und Materialkosten, regionaler und internationaler Wettbewerb“, erklärt Spartenobmann KommR Anton Putz. Wenn nun der Werk- und Warenverkehr durch zusätzliche Mautkosten noch teurer werde, treffe das die Betriebe sehr hart – und am Ende auch die Geschäftspartner und Konsumenten.

Inflationstreiber und Standortnachteil

Die höheren Transportkosten müssten entweder von den Unternehmen getragen oder – soweit wirtschaftlich möglich – über höhere Preise für Waren und Dienstleistungen weitergegeben werden. Putz bezeichnet die neue burgenländische Abgabe als Inflationstreiber.

Der Branchenvertreter sieht auch den Wirtschaftsstandort gefährdet. Es könne nicht das Ziel sein, die Kosten für die Logistik nach oben zu treiben und gleichzeitig zu erwarten, dass das Burgenland als Wirtschaftsstandort attraktiv bleibe. Derartige Alleingänge würden potenzielle Betriebsansiedelungen verprellen, gegen Geschäftsausweitungen arbeiten und Betriebsübernahmen weniger attraktiv machen. Das koste Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Sorge vor weiteren Maßnahmen

Putz ortet auch weitere Befürchtungen: Was komme nach der Bemautung der drei Straßen? Was sei, wenn das Beispiel der Landesmaut Schule mache?

Die Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Burgenland zählt mehr als 12.000 Mitgliedsbetriebe. Speziell für die produzierenden Betriebe wäre die neue Lkw-Maut eine Kostenbelastung, resümiert der Spartenvertreter. Nach dem Gesprächsangebot des Landes gebe es jedoch noch Hoffnung auf eine andere Lösung.

Quelle: https://www.wko.at/bgld/news/nein-zur-geplanten-burgenland-maut-

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