Buslenker lässt verletzten Schwan zurück – Tier stirbt

Mona HopfingerMona Hopfinger
Schwan wird von Person in dunklem Oberteil am Arm gehalten; Hintergrund unscharf
© pfotenhilfe.org

Ein Linienbusfahrer hat in Fraham im Salzburger Flachgau einen Schwan schwer verletzt zurückgelassen. Das Tier verstarb trotz Rettung durch die Pfotenhilfe. Nun wurde Anzeige erstattet.

Am Mittwoch gegen 18.45 Uhr erfasste ein Linienbuslenker in Fraham (Gemeinde Seeham) einen Schwan und verletzte ihn schwer. Statt Hilfe zu leisten, ließ der Fahrer das Tier auf der Fahrbahn liegen und fuhr weiter.

Eine Zeugin beobachtete den Vorfall und alarmierte den nahegelegenen Tierschutzhof Pfotenhilfe. Ein Mitarbeiter machte sich umgehend auf den Weg. Der blutende Schwan hatte sich inzwischen auf eine angrenzende Wiese geschleppt. Nach kurzer Suche konnte der Helfer das Tier bergen.

Schwan erlag inneren Verletzungen

Auf dem Tierschutzhof erhielt der Schwan eine Erstversorgung. Noch bevor der Tierarzt eintraf, starb das Tier. Die inneren Verletzungen durch den Aufprall dürften zu massiv gewesen sein.

Die Pfotenhilfe hat den Buslenker wegen Verstoßes gegen die Hilfeleistungspflicht nach dem Bundestierschutzgesetz angezeigt. „Wer ein Tier verletzt hat und diesem nicht hilft oder zumindest Hilfe organisiert, kann mit bis zu 3.750 Euro bestraft werden“, erklärt Johanna Stadler, Geschäftsführerin der Pfotenhilfe.

Stadler betont: „So eine unglaubliche Ignoranz gegenüber Tierleid darf nicht ungestraft bleiben. Der Tierschutz hat hierzulande Verfassungsrang und muss daher auch entsprechend ernstgenommen werden.“

Quelle: https://pfotenhilfe.org/fahrerflucht-nach-unfall-mit-schwan-tier-gestorben

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