Caritas Kärnten bietet kostenlose Vorsorge-Beratung

Die Caritas Kärnten unterstützt Menschen bei der Nachlassplanung und persönlichen Vorsorge. Das Angebot umfasst einen Ratgeber, Vorträge von Notaren sowie einen anonymen Testamentrechner – alles kostenfrei.
Wer kümmert sich um persönliche Angelegenheiten, wenn man selbst nicht mehr entscheiden kann? Wer soll das eigene Vermögen erhalten? Die Caritas Kärnten lädt rund um Allerheiligen dazu ein, sich frühzeitig mit diesen Fragen zu beschäftigen.
In Österreich bestimmt die gesetzliche Erbfolge, wer das Vermögen erhält, falls kein rechtsgültiges Testament existiert. Bei der persönlichen Vorsorge geht es darum, festzulegen, wer im Ernstfall Entscheidungen treffen soll. Nahe Angehörige sind dazu nicht automatisch befugt. Wer rechtzeitig vorsorgt, kann eigene Wünsche dokumentieren und gleichzeitig Klarheit für die Familie schaffen.
Nicole Beese, Ansprechpartnerin für Vorsorge und Testamentsspenden, erklärt: „Für viele Menschen sind Themen rund um Vorsorge, Testament, Schenkung oder Nachlass etwas, mit dem sie sich nur ungern beschäftigen, da sie oft komplizierter wirken, als sie tatsächlich sind.“ Im Kern gehe es um etwas Persönliches: die Frage, was einem wichtig ist und wer einmal für einen entscheiden oder etwas bekommen soll. Viele Menschen seien erleichtert, wenn alles geregelt ist.
Orientierung vor rechtlicher Gestaltung
Wer sich mit Vorsorge und Nachlass auseinandersetzt, muss nicht sofort alle Antworten kennen. Beese berichtet aus Erfahrung, dass bei vielen Menschen erst dann Klarheit entsteht, wenn sie sich unkompliziert einen Überblick über die Optionen verschaffen konnten. Die Caritas bietet eine erste persönliche Orientierung und verschiedene Informationsmöglichkeiten, bevor es um die konkrete rechtliche Gestaltung geht.
Zu den niederschwelligen Angeboten zählen ein kostenloser Vorsorgeratgeber, persönliche Gesprächsmöglichkeiten sowie unverbindliche Informationsvorträge gemeinsam mit Kärntner Notaren und Rechtsanwälten. Diese finden aufgrund der hohen Nachfrage rund um Allerheiligen, aber auch darüber hinaus, in unterschiedlichen Regionen Kärntens statt. Der anonyme Caritas-Testamentrechner kann ebenfalls eine erste Orientierung geben. Er zeigt auf, wie sich ein Nachlass nach der gesetzlichen Erbfolge verteilen würde und welcher Spielraum für eigene Entscheidungen bleibt.
Gemeinnützige Organisationen im Nachlass berücksichtigen
Beim Thema Vorsorge stehen für viele Menschen zunächst Familie und nahestehende Personen im Mittelpunkt. Man kann auch eine gemeinnützige Organisation in der Nachlassplanung bedenken. Beese sagt, viele Menschen wissen nicht, dass sie eine solche Organisation als Erbin einsetzen können. Oft passt auch ein Vermächtnis gut. Damit kann man zum Beispiel einen bestimmten Geldbetrag, ein Sparbuch, eine Wertanlage oder einen anderen Vermögenswert für einen guten Zweck bestimmen.
Wer eine gemeinnützige Organisation wie die Caritas im Nachlass bedenkt, kann zum Beispiel Kindern den Schulbesuch ermöglichen. Man kann auch Müttern in schwierigen Lebenslagen helfen oder Menschen ohne festen Wohnsitz Begleitung und Betreuung sichern. So wird aus einer persönlichen Entscheidung etwas, das auch nach dem eigenen Leben Gutes bewirkt.
Kostenlose und unverbindliche Beratung
Wer mehr zum Thema persönliche Vorsorge erfahren möchte, kann sich völlig kostenfrei und unverbindlich an die Caritas Kärnten wenden. Nicole Beese führt persönliche Orientierungsgespräche und zeigt auf, welche Möglichkeiten bestehen und wie eine Unterstützung konkret aussehen kann. Für die rechtliche Beratung sowie die konkrete Gestaltung von Testamenten, Vermächtnissen, Erbeinsetzungen oder Schenkungen sind Notare und Rechtsanwälte zuständig.
Quelle: https://www.caritas-kaernten.at/ueberuns/news/detail/news/100847-selbst-bestimmen-was-wichtig-ist
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