Caritas Sozialstation Spitz feiert 40 Jahre Pflege daheim

Mathias FischerMathias Fischer
Caritas Pflege feiert 40 Jahre mit Kuchenanschnitt durch sechs Personen vor Leinwand
© caritas-stpoelten.at

Die Caritas Sozialstation Spitz besteht seit vier Jahrzehnten. Über 100 Gäste feierten im Schloss Spitz das Jubiläum einer Einrichtung, die heute mit 23 Mitarbeitern rund 100 Menschen in neun Gemeinden betreut.

Seit 40 Jahren ermöglicht die Caritas Sozialstation Spitz älteren und kranken Menschen, in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. Das Jubiläum wurde mit einem Fest im Schloss Spitz begangen, bei dem die Entwicklung der mobilen Pflege und die Menschen, die sie tragen, im Mittelpunkt standen.

Diakon Heinrich Schwertl und der theologische Referent Hans Wimmer gestalteten eine Segensfeier. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Maria Rupf, Leiterin der Musikschule Jauerling-Wachau, und ihrer Schülerin Emma Koch.

Beginn am Küchentisch

Gegründet wurde die Station von der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin Hildegard Pöchlinger. Sie erkannte den steigenden Bedarf und versorgte zunächst allein, später mit Nachbarschaftshelferinnen, ältere und kranke Menschen. Dienstpläne entstanden am Küchentisch ihres Zuhauses, das zugleich Büro und Treffpunkt war.

Am 1. Juni 1986 erfolgte die offizielle Gründung mit rund zehn Mitarbeiterinnen. Die Gemeinde Spitz unterstützte den Aufbau und stellte später Büroräume bereit.

14.000 Stunden im Einsatz

Heute arbeiten 23 Mitarbeiter für die Sozialstation. Sie betreuen jährlich etwa 100 Kunden in Spitz, Weißenkirchen, Mühldorf, Aggsbach Markt, Maria Laach am Jauerling, Raxendorf, Dürnstein, Emmersdorf und Weiten. Pro Jahr werden rund 14.000 Einsatzstunden geleistet, dabei legen die Mitarbeiter 160.000 Kilometer zurück – das entspricht einer vierfachen Erdumrundung.

„Ich sehe was mein Team tagtäglich leistet und bin wahnsinnig stolz – nicht nur auf das, was sie fachlich meistern, sondern auch mit wieviel Einfühlungsvermögen, Ermutigung, Verständnis und persönlichen Gesprächen sie unseren Kund*innen und ihren Angehörigen jeden Tag ein Stück Lebensqualität schenken“, sagt Einsatzleiterin Daniela Abinger.

In vier Jahrzehnten hat sich die Arbeit stark gewandelt. Dienstplanung, Zeiterfassung und Dokumentation laufen heute digital, verschiedene Berufsgruppen bringen ihre Expertise ein. Geblieben ist laut Karin Thallauer, Bereichsleiterin für Familie und Pflege, der Anspruch, Menschen mit ihren persönlichen Bedürfnissen wahrzunehmen. Aktuell können neue Kunden aufgenommen werden.

Regionale Zusammenarbeit als Fundament

Beim Jubiläum wurde auch den regionalen Partnern gedankt. Die Sozialstation arbeitet eng mit Gemeinden, Ärzten, Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen und Pfarren zusammen.

Bürgermeister Andreas Nunzer von der Marktgemeinde Spitz betonte: „Wahre Solidarität zeigt sich dort, wo professionelle Pflege und Menschlichkeit Hand in Hand gehen.“

Josef Edlinger, Abgeordneter zum NÖ Landtag, überbrachte Glückwünsche von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Er hob die Bedeutung mobiler Pflege für Niederösterreich hervor und kündigte an, weiter daran zu arbeiten, dass Hilfe in den eigenen vier Wänden ankomme.

Caritas Generalsekretär Christoph Riedl verwies auf seine eigenen Wurzeln in der Wachau: „Heimat ist dort, wo Menschen ihre Wurzeln haben. Wo Erinnerungen lebendig sind, wo man dazugehört und sich geborgen fühlt. Und genau darum geht es auch bei der mobilen Pflege: Menschen dabei zu unterstützen, möglichst lange dort leben zu können, wo sie zu Hause sind.“

Quelle: https://www.caritas-stpoelten.at/ueber-uns/news-presse/detail/news/101029-40-jahre-caritas-sozialstation-spitz-pflege-zu-hause-mit-erfahrung-und-herz

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