Caritas St. Pölten setzt auf „dritten Lernort“ in Pflegeausbildung

Mathias FischerMathias Fischer
Gruppe von Personen gibt Daumen hoch vor Präsentationstafel
© Caritas St. Pölten

Die Caritas St. Pölten hat ihre Pflegepädagogen in einem neuen Ausbildungskonzept geschult. Im Zentrum steht der „dritte Lernort“, an dem angehende Pflegekräfte praktische Tätigkeiten in geschütztem Rahmen trainieren können.

Die Pflegepädagogen der Caritas Bildungszentren St. Pölten und Gaming haben sich am 25. und 26. August in einer zweitägigen Schulung mit einem neuen Ausbildungskonzept beschäftigt. Dabei ging es um die Frage, wie künftige Pflegekräfte Tätigkeiten wie Blutabnahme oder den Umgang mit Infusionen üben können, bevor sie Verantwortung für Patienten tragen.

Der sogenannte „dritte Lernort“ ergänzt die klassischen Ausbildungsorte Schule und Praktikum. Er ermöglicht es den Auszubildenden, pflegerische Handlungen praktisch zu trainieren, ohne dass Patienten davon betroffen sind. Fehler sind dabei erlaubt, Abläufe können wiederholt und Erfahrungen gemeinsam reflektiert werden.

Von Körperpflege bis Medikamentengabe

Zu den Inhalten, die in diesem geschützten Rahmen trainiert werden, zählen Körperpflege, Blutabnahme, die Kontrolle von Blutdruck, Puls und Temperatur sowie der Umgang mit Medikamenten, Infusionen und Sonden. Neben den praktischen Fertigkeiten lernen die Auszubildenden auch, Situationen einzuschätzen, Entscheidungen zu begründen und sich gegenseitig Feedback zu geben.

„Unsere Auszubildenden sollen gut vorbereitet und mit einem sicheren Gefühl in die Praxis gehen. Wenn theoretisches Wissen unter realistischen Bedingungen geübt werden kann, stärkt das ihre fachliche Kompetenz und ihr Selbstvertrauen. Gleichzeitig leisten wir damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Qualität in der Pflege“, betont Bettina Hanke, Leiterin der Personal- und Organisationsentwicklung sowie der Schulen der Caritas St. Pölten.

Erfahrene Expertinnen leiteten die Schulung

Die Weiterbildung wurde von Doris Schlömmer und Christine Tritthart geleitet. Die beiden Pflegepädagoginnen waren maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung dieses Ausbildungskonzepts in Österreich beteiligt. Sie vermittelten den Lehrenden konkrete Methoden und zeigten anhand zahlreicher Praxisbeispiele, wie Lernende gezielt begleitet werden können.

Die Lehrenden übernehmen dabei verstärkt die Rolle von Coaches: Sie unterstützen beim Üben, fördern selbstständiges Lernen und helfen, Erfahrungen zu reflektieren. An der Schulung nahmen die pflegepädagogischen Fachkräfte beider Caritas Bildungszentren teil, was auch den Austausch zwischen den Standorten St. Pölten und Gaming stärkte.

Mit der Weiterbildung reagiert die Caritas St. Pölten auf die steigenden Anforderungen im Pflegebereich und in der Sozialbetreuung. Ziel ist eine Ausbildung, die fundiertes Wissen eng mit praktischer Erfahrung verbindet und künftige Pflegekräfte bestmöglich auf ihren Beruf vorbereitet.

Quelle: https://www.caritas-stpoelten.at/ueber-uns/news-presse/detail/news/100671-caritas-st-poelten-investiert-in-moderne-und-praxisnahe-pflegeausbildung

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