Caritas-Wohnanlage in Saalfelden feiert Jubiläum

Mona HopfingerMona Hopfinger
Landtagsabgeordneter Christian Stöckl, Landtagsabgeordnete Viktoria von dem Hagen und Landtagsabgeordneter Peter Kaiser stehen in einem Raum.
© caritas-salzburg.at

Seit 15 Jahren bietet die Caritas in der Obsmarktstraße in Saalfelden betreutes Wohnen für ältere Menschen an. Am 21. Oktober wurde das Jubiläum mit Bewohnern, Mitarbeitern und Vertretern aus Politik gefeiert.

Die Caritas Salzburg hat am 21. Oktober das 15-jährige Bestehen ihrer Wohnanlage für betreutes Wohnen in Saalfelden gefeiert. Das Haus in der Obsmarktstraße mit 43 Wohnungen wurde 2011 eröffnet. Zur Jubiläumsfeier kamen zahlreiche Bewohner, Mitarbeiter, Vertreter der Politik und Netzwerkpartner zusammen.

Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden

Andrea Schmid, Direktorin der Caritas Salzburg, betonte das Konzept der Einrichtung: Seniorinnen und Senioren sollen möglichst lange eigenständig in ihren eigenen Wohnungen leben können. Gleichzeitig würden gemeinschaftliche Aktivitäten die Möglichkeit bieten, soziale Kontakte zu pflegen. Dies entspreche den Wünschen der Menschen und entlaste zudem das Gesundheits- und Pflegesystem.

Soziallandesrat Wolfgang Fürweger bezeichnete betreutes Wohnen als wichtigen Teil einer zukunftsorientierten Pflege- und Betreuungsstruktur. Ältere Menschen sollten möglichst lange selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld leben können. Das Angebot im Obsmarkt zeige seit 15 Jahren, wie gut dies funktioniere. Neben der Betreuung spielten vor allem Gemeinschaft und soziale Kontakte eine zentrale Rolle. Fürweger dankte der Caritas und ihren Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz und kündigte an, das Angebot gemeinsam mit Partnern weiter ausbauen zu wollen.

Bürgermeister sieht Erfolgsmodell

Erich Rohrmoser, Bürgermeister von Saalfelden, verwies auf die demografischen Herausforderungen. Die Bevölkerungsprognosen zeigten deutlich, dass die Zahl älterer Menschen mit Unterstützungsbedarf in den kommenden Jahrzehnten steigen werde. Verschiedene Unterstützungsmodelle für Senioren seien daher umso wichtiger. Das betreute Wohnen der Caritas ermögliche Menschen im höheren Alter ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben. An solchen Modellen sollte die Sozial- und Wohnbaupolitik anknüpfen.

Alois Moser, Pfarrer in Saalfelden, würdigte die Einrichtung als hilfreiche und lebensunterstützende Institution. Menschen erführen dort ein freundliches Umfeld, ein Gefühl des Daheimseins und eine unterhaltsame Gemeinschaft. Allen, die ihre Zeit zur Verfügung stellten und Dienste übernähmen, gebühre Dank. Den Bewohnern wünschte er schöne Erfahrungen, ermutigende Begegnungen und Gottes Segen.

Drei Standorte in Saalfelden

In der Stadtgemeinde Saalfelden hat die Caritas drei Standorte für betreutes Wohnen mit zusammen 103 Wohneinheiten. Im ganzen Bundesland Salzburg gibt es 21 Standorte mit 543 Wohneinheiten.
Die Wohnanlagen haben geförderte, barrierefreie Mietwohnungen mit 29 bis 77 Quadratmetern. Mitarbeiter der Caritas kommen regelmäßig vorbei. Sie helfen bei Fragen des Alltags, etwa bei Anträgen oder bei der Organisation von Gemeinschaftsangeboten. Pflege und Haushaltshilfe gehören nicht dazu.

Kontinuierliches Wachstum seit 2004

Karoline Radauer, die seit 2020 den Fachbereich Betreutes Wohnen in der Caritas Salzburg leitet, erläuterte die Entwicklung: Das Projekt startete 2004 im Albertus-Magnus-Haus in Salzburg-Parsch mit 15 Wohnungen. Seither sei der Bereich kontinuierlich gewachsen, sowohl in der Stadt Salzburg als auch in verschiedenen Gemeinden im Bundesland. Das Wachstum verdeutliche die stetig steigenden Bedarfe im Segment Wohnformen im Alter.

Quelle: https://www.caritas-salzburg.at/ueber-uns/aktuelles/detailseite-news/news/100918-betreutes-wohnen-in-saalfelden-feiert-15-jahre

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