Claudia Grießinger leitet Volksschule Markt in Götzis

Nach 22 Jahren als Lehrerin hat Claudia Grießinger (53) die Direktion der Volksschule Markt übernommen. Ihr Amtsantritt fällt mit dem Umzug in ein Ausweichquartier zusammen – das Stammgebäude wird umgebaut.
Die Volksschule Markt in Götzis hat eine neue Direktorin: Claudia Grießinger übernahm mit Beginn des laufenden Schuljahres die Leitung. Die 53-Jährige kennt die Einrichtung seit ihrer Kindheit – sie besuchte die Schule selbst als Schülerin und unterrichtete dort später zwei Jahrzehnte lang.
Grießinger blickt auf 30 Jahre Berufserfahrung zurück. Nach ihrer Ausbildung war sie zunächst in Feldkirch-Levis tätig, später als Krisenbegleitlehrerin. Vor 22 Jahren kehrte sie an die Volksschule Markt zurück, die sie nun aus einer völlig anderen Position erlebt.
Verwaltungsaufwand größer als erwartet
Der Wechsel von der Lehrerin zur Schulleiterin sei arbeitsintensiv gewesen, berichtet Grießinger im Gespräch mit dem Blättle. „Ich hätte nicht gedacht, dass mit der Direktion so viel Verwaltungsaufwand verbunden ist“, sagt sie. In die vielfältigen Aufgaben müsse sie erst hineinwachsen.
Zu ihren Zielen gehört die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die sich in den kommenden zwei Jahren mit einem respektvollen Miteinander befassen soll – zwischen Lehrpersonen und Kindern sowie innerhalb der gesamten Schulgemeinschaft. „Im Moment geht es zunächst darum, gut anzukommen“, erklärt die Direktorin.
Unterricht im Ausweichquartier
Grießingers Amtsantritt fällt in eine besondere Phase: Während das Schulgebäude umgebaut wird, findet der Unterricht in der Altacherstraße statt. Ihr Vorgänger Hannes Rothmund habe den Umzug gut vorbereitet, lobt sie. Das Kollegium fühle sich wohl, die Klassenräume seien schön gestaltet.
Besonders das viele Holz in den Räumen habe eine beruhigende Wirkung auf die Kinder, beobachtet Grießinger. „Sie wirken auf uns sehr gelassen“, sagt sie. Die Klassenräume seien zwar kleiner als im bisherigen Gebäude, aber gut eingerichtet. Zusätzlich würden Gänge und zwei Gruppenräume genutzt.
Rückkehr in zwei Jahren
Auf die Rückkehr in das umgebaute Schulgebäude in zwei Jahren freut sich die Direktorin besonders wegen des neuen Turnsaals. Derzeit müsse die Schule auf Turnsäle anderer Einrichtungen ausweichen. Auch die neuen Unterrichtsräume und die Bibliothek seien ein Gewinn. „Sowohl die Kinder als auch die Lehrpersonen brauchen Räume, in denen sie in Ruhe arbeiten können“, betont Grießinger.
Der erste Schultag sei ihr besonders in Erinnerung geblieben, erzählt sie. Die Eltern seien geduldig und freundlich gewesen. Jeden Morgen freue sie sich, wenn die Kinder das Schulhaus mit Leben füllen. Manche würden sie noch mit „Herr Direktor“ begrüßen – an die neue Situation müssten sich alle erst gewöhnen.
Ihr Wunsch für die Schülerinnen und Schüler: Sie sollen sich später an eine besondere Zeit mit vielen schönen Erlebnissen erinnern – an Landschultage, Leseaktionen und vor allem an Lehrerinnen und Lehrer, die immer ein offenes Ohr für sie hatten.
Quelle: https://goetzis.at/neuigkeiten/vertraute-schule-neue-verantwortung
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