Community Nurses in NÖ bis 2028 finanziert

Das Land Niederösterreich sichert die Finanzierung der bestehenden 24 Community-Nursing-Projekte bis Ende 2028. Die Mittel für die kommenden Jahre werden aus dem beschlossenen Doppelbudget bereitgestellt, so der ORF.
In Niederösterreich werden die 24 bestehenden Community-Nursing-Projekte weiterfinanziert. Sie decken derzeit 54 Gemeinden ab. Die gesicherte Finanzierung bis Ende 2028 schaffe Verlässlichkeit für die Gemeinden und stelle sicher, dass das Angebot auch künftig zur Verfügung stehe, erklärt Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP).
Bei Community Nurses handelt es sich um diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger mit Berufserfahrung. Sie informieren über Pflege- und Betreuungsangebote und unterstützen Angehörige. Sie sind nicht zu verwechseln mit den Acute Community Nurses von Notruf Niederösterreich, die zusätzlich als Notfallsanitäterinnen und -sanitäter im Rettungswesen arbeiten.
Land übernimmt Finanzierung nach Auslaufen der Bundesförderung
Die bundesweite Förderung der Pilotprojekte endete Ende 2024. Niederösterreich übernahm daraufhin die Finanzierung bis 2026 mit rund vier Millionen Euro. Durch das beschlossene Doppelbudget können nun auch die erforderlichen Mittel für 2027 und 2028 bereitgestellt werden.
NEOS fordern Ausbau trotz Warteliste
Die NEOS kritisieren, dass trotz einer Warteliste mit 17 interessierten Gemeinden kein Ausbau der Standorte geplant sei. „Community Nurses helfen Menschen, länger selbstbestimmt zu Hause zu leben und entlasten damit das gesamte Pflegesystem“, wird NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann zitiert. Eine vorausschauende Politik müsse hier investieren, fordert sie.