COPA-DATA bringt zenon 16 für flexible Automation

Pia ProdingerPia Prodinger
Mann mit Brille arbeitet an zwei Monitoren und Laptop in modernem Büro
© Adobe Stock, Andrey Popov, COPA-DATA

Der Salzburger Softwarehersteller COPA-DATA hat Version 16 seiner Plattform zenon veröffentlicht. Die neue Version soll Industrieunternehmen und Netzbetreiber bei flexiblerer, sicherer und effizienter Automation unterstützen.

COPA-DATA hat die neue Version seiner Softwareplattform zenon 16 vorgestellt. Das Unternehmen adressiert damit aktuelle und künftige Herausforderungen in der Automatisierung industrieller Produktion und Stromnetze. Der Salzburger Hersteller setzt damit einen weiteren Schritt in Richtung Software-defined Automation (SDA).

Die Plattform unterstützt Industriebetriebe und Stromnetzbetreiber dabei, Automatisierung flexibler, sicherer und effizienter zu gestalten. zenon 16 bietet erweiterte Funktionen für modulare Automation, zeitgemäße Cybersicherheit, webbasierte Nutzung, Interoperabilität und leistungsfähige Engineering-Prozesse.

Hintergrund: Wandel in der industriellen Automation

Die Entwicklungen erfolgen vor dem Hintergrund eines tiefgreifenden Wandels in der industriellen Automation. Produktionsanlagen und kritische Infrastrukturen wie Stromnetze müssen sich schneller an veränderte Marktbedingungen, regulatorische Anforderungen und technologische Entwicklungen anpassen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Cybersicherheit, Interoperabilität und Datenverfügbarkeit. Herkömmliche Anlagen und Automatisierungssysteme stoßen zunehmend an ihre Grenzen.

„Mit zenon 16 erreicht die Softwareplattform den nächsten wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Software-defined Automation. Neue Funktionen wie biometrische Authentifizierung und erweiterte Linux-Unterstützung treiben die Weiterentwicklung der Plattform voran“, erklärt Lukas Punzenberger, Director Product Management bei COPA-DATA.

Unterstützung für modulare Produktion

Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung modularer Produktionskonzepte. Durch die Unterstützung des aktuellen Module Type Package (MTP) 2.0-Standards setzt zenon 16 auf modernste Technologie für modulare Fertigung. Neue zenon Process Libraries für Rockwell sowie Mitsubishi PLC sind im zenon Engineering Store erhältlich. Diese erleichtern und beschleunigen die Umsetzung modularer Anlagenkonzepte und reduzieren Engineering-Aufwand sowie potenzielle Fehlerquellen.

Darüber hinaus erweitert zenon die Engineering-Möglichkeiten im Orchestration Studio mit neuen Excel-basierten Import- und Exportfunktionen sowie der automatischen Erstellung vollständiger MTP-Dateien aus einem OpenDCS-Projekt. Änderungen lassen sich dadurch schneller umsetzen, Projektversionen effizienter intern, mit Kunden oder Partnern teilen. Das Ergebnis sind kürzere Projektlaufzeiten, bessere Wiederverwendbarkeit bestehender Anlagen und erhöhte Zukunftssicherheit von Investitionen.

Cybersicherheit als integraler Bestandteil

Mit zunehmender Vernetzung von Produktionsanlagen wachsen die Anforderungen an Cybersicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit sicheren Identitäten und nachvollziehbaren Nutzeraktivitäten. zenon 16 begegnet diesen Herausforderungen mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen. Erstmals unterstützt die Plattform biometrische Authentifizierungsmethoden auf Basis des FIDO2-Standards. Nutzer können sich beispielsweise über biometrische Wearables anmelden. Dies kann die Verwendung von Passwörtern reduzieren, Bedienprozesse vereinfachen und gleichzeitig Sicherheitsstandards erhöhen.

Innerhalb der zenon IIoT Services sorgen ein zentraler Notification Service, ein erweitertes Audit Journal und Verbesserungen am Identity Service für größere Transparenz bei sicherheitsrelevanten Ereignissen und Nutzeraktivitäten. Unternehmen erhalten damit Werkzeuge, die Compliance-Anforderungen unterstützen und den sicheren Betrieb kritischer Anlagen erleichtern.

Engineering vereinfachen, Produktivität steigern

zenon 16 konzentriert sich nicht nur auf neue technologische Funktionen, sondern vor allem auf effizientere Arbeitsabläufe. Der Web Visualization Service wurde umfassend erweitert und unterstützt nun zahlreiche Funktionen, die zuvor ausschließlich innerhalb der Service Engine verfügbar waren. Dazu gehören eSignature, die Anzeige von PFC-Rezepten in der Batch-Produktion, die Möglichkeit zenon Logic auf dem Client zu nutzen sowie zusätzliche Visualisierungs- und Bedienoptionen.

Unternehmen können die webbasierte Anwendung dadurch deutlich effektiver nutzen, mit höherer Benutzerfreundlichkeit und standardisierten Bedienkonzepten unabhängig vom Endgerät.

Daten intelligent nutzen

COPA-DATA hat die Optionen zur Integration und Nutzung von Prozessinformationen in zenon 16 konsequent erweitert. Mit dem neuen AVEVA PI Connector können historische Prozessdaten direkt in zenon integriert und für Visualisierung, Reporting oder Analyse genutzt werden.

Gleichzeitig erweitern neue Konnektivitätsfunktionen den Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen und schaffen die Basis für durchgängige Datennutzung über den gesamten Anlagenlebenszyklus hinweg. zenon unterstützt Unternehmen dabei, Informationen schneller verfügbar zu machen, Datensilos aufzubrechen und operative sowie strategische Entscheidungen auf Basis konsistenter Daten zu ermöglichen.

Mehrwert für verschiedene Branchen

Die neuen Funktionen in zenon 16 wurden gezielt entwickelt, um aktuelle und künftige Anforderungen in verschiedenen Branchen zu adressieren. Im Bereich Energie & Infrastruktur helfen ein neuer IEC 61850 Configurator, erweiterte Linux-Unterstützung und Virtualisierung (vPAC) Energieversorgern, die Modernisierung von Stromnetzen und Umspannwerken schneller und effizienter umzusetzen.

Für Life Sciences & Pharma erleichtern MTP 2.0-Unterstützung, biometrische Authentifizierung mit zenon IIoT Services, eSignature und Verbesserungen im Batch-Management sowie Erweiterungen der PAS-X MSI-Schnittstelle die Einhaltung regulatorischer Anforderungen und unterstützen modulare Produktionskonzepte.

Im Bereich Food & Beverage tragen der erweiterte Web Visualization Service, zahlreiche Verbesserungen in der Benutzerfreundlichkeit des Alarmmanagements und optimierte Engineering-Funktionen dazu bei, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, Ausfallzeiten zu reduzieren und den täglichen Anlagenbetrieb zu vereinfachen.

„Die Anforderungen an die Automatisierung von Infrastruktur und Industrie ändern sich grundlegend. Unternehmen müssen heute schneller auf Marktveränderungen reagieren, ihre Systeme und Anlagen widerstandsfähiger machen und gleichzeitig bestehende Investitionen schützen“, sagt Juergen Resch, Director Industry Management Energy bei COPA-DATA.

„Bei der Entwicklung von zenon 16 war für uns die zentrale Frage nicht, welche neuen Funktionen wir hinzufügen könnten, sondern welchen konkreten Mehrwert sie für unsere Nutzer schaffen würden“, erklärt Giuseppe Menin, Senior Director Manufacturing Industry bei COPA-DATA. Jede Innovation solle Prozesse vereinfachen, Engineering-Aufwand reduzieren und Kunden helfen, ihre Automatisierungsprojekte schneller umzusetzen.

Software-defined Automation als Langzeitstrategie

Die Kombination aus modularen Engineering-Konzepten, erweiterten Sicherheitsfunktionen, leistungsfähigen Web-Technologien und einer offenen Integrationsarchitektur schafft die Voraussetzungen für Automatisierungslösungen, die sich kontinuierlich weiterentwickeln können. Erweiterte Linux-Unterstützung – einschließlich umfassender Redundanzfähigkeiten und ICCP Process Gateway-Unterstützung – sowie zusätzliche Virtualisierungsoptionen bieten größere Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit beim Betrieb moderner Automatisierungsumgebungen.

COPA-DATA ist ein unabhängiger Softwarehersteller mit Spezialisierung auf Digitalisierung für die Fertigungsindustrie und den Energiesektor. Das Familienunternehmen wurde 1987 von Thomas Punzenberger in Salzburg gegründet. Ein Vertriebsnetz internationaler Distributoren und 14 Tochtergesellschaften sorgt für weltweite Vermarktung der Software. Mehr als 500 zertifizierte Partnerunternehmen unterstützen Endanwender bei der effizienten Implementierung.

Quelle: https://www.copadata.com/en/newsroom/accelerating-the-path-to-sda-with-new-zenon-version-16

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