COPA-DATA investiert 15 Millionen in Salzburg-Ausbau

Der Salzburger Softwarehersteller COPA-DATA erweitert seinen Hauptsitz und schafft Platz für bis zu 150 zusätzliche Mitarbeiter. Die Fertigstellung des Neubaus ist für das dritte Quartal 2027 geplant.
Das österreichische Softwareunternehmen COPA-DATA baut seine Zentrale in Salzburg aus und investiert dafür 15 Millionen Euro. Der Neubau soll Raum für bis zu 150 weitere Beschäftigte bieten und das Engagement des Unternehmens für Salzburg als Technologie-, Forschungs- und Innovationsstandort unterstreichen.
Die Baugenehmigung für das Projekt wurde kürzlich erteilt. Das neue Gebäude wird direkt an den bestehenden Bau angeschlossen, der 2022 eröffnet wurde. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen – zeitgleich mit dem 40-jährigen Jubiläum des unabhängigen, familiengeführten Softwareunternehmens mit Wurzeln in Salzburg.
Wachstum bei Umsatz und Mitarbeitern
COPA-DATA verzeichnet weltweit steigende Kundenzahlen. Im Jahr 2025 erzielte der Softwareentwickler ein Umsatzwachstum von mehr als 20 Prozent. Die Belegschaft wächst ebenfalls kontinuierlich und umfasst mittlerweile mehr als 500 Mitarbeiter weltweit. Davon arbeiten 270 am Salzburger Hauptsitz, rund die Hälfte davon in Forschung und Entwicklung.
„Innovation in der digitalen Welt hängt auch von persönlicher Interaktion ab. Deshalb investieren wir weiter in unseren Standort Salzburg, wo wir für Kunden und Märkte weltweit forschen und entwickeln“, sagt Phillip Werr, Mitglied des Vorstands. Die Software des Unternehmens bediene wichtige Zukunftsmärkte und unterstütze den Ausbau erneuerbarer Energien sowie moderne, nachhaltige Fertigung.
Bekenntnis zum Standort Salzburg
„Mit der Erweiterung unserer Zentrale bekräftigen wir unser Bekenntnis zu Salzburg als Zentrum für Forschung und Entwicklung“, betont Thomas Punzenberger, Vorstandsvorsitzender und Gründer. Seit der Unternehmensgründung 1987 setzt er auf das Potenzial Salzburgs als Technologiestandort. Salzburg biete einen attraktiven Standort und eine außergewöhnliche Lebensqualität und ziehe daher Fachkräfte aus Österreich und dem Ausland an.
Für COPA-DATA sei es wesentlich, Mitarbeitern ein attraktives und unterstützendes Arbeitsumfeld zu bieten, um Innovation zu fördern, die persönliche Entwicklung zu unterstützen und Talente langfristig zu binden.
Architektonisches Ensemble mit Innenhof
Bei der Planung des neuen Bürogebäudes standen neben Energieeffizienz auch Innovation, Zusammenarbeit und Interaktion im Mittelpunkt. „Das bestehende Gebäude wird nicht einfach erweitert. Stattdessen schaffen wir ein Ensemble aus unterschiedlichen Baukörpern, jeder mit eigener architektonischer Identität. Gemeinsam umschließen sie einen geschützten Innenhof, der als zentraler Außenraum dient“, erklärt Architekt Gerhard Sailer. Sailer und sein Salzburger Architekturbüro HALLE 1 entwarfen den Neubau und hatten bereits die bestehende Firmenzentrale gestaltet.
Die Erweiterung umfasst einen Empfangspavillon und ein zusätzliches Bürogebäude mit insgesamt rund 3.000 Quadratmetern. Die Arbeitsbereiche werden flexibel gestaltet, um dem dynamischen Wachstum und den sich ändernden Bedürfnissen der verschiedenen Teams gerecht zu werden. Ein Atrium soll für reichlich Tageslicht sorgen.
Geplant sind zudem ein großzügiger Kundenbereich, Aufenthaltsräume für Mitarbeiter und ein Fitnessraum. Beschäftigte, die mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, erhalten Zugang zu überdachten Fahrradabstellplätzen, Umkleideräumen und Duschen.
Smart Building mit eigener Software
Das Gebäude wird mit einem energieeffizienten System beheizt und gekühlt, das Geothermie mit thermisch aktivierten Bauteilen kombiniert. Auch integrierte Photovoltaik-Elemente in der Fassade sind vorgesehen. Wie in den bestehenden Gebäuden wird die Gebäudeautomation mit der hauseigenen Softwareplattform zenon gesteuert. Dadurch wird das Gebäude zu einem intelligenten System, in dem Heizung, Klimatisierung, Lüftung, Beschattung, Beleuchtung, Energieerzeugung und Energieverbrauch integriert sind.
COPA-DATA reagiert mit seiner zenon-Softwareplattform auf die weltweit wachsende Nachfrage nach Digitalisierungslösungen in der Industrie und im Energiesektor. Treiber sind unter anderem die industrielle Digitalisierung, der Bedarf an widerstandsfähigen Lieferketten sowie der nachhaltige Ausbau des Energiesektors.
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