Cyber-Attacke auf Reichenau: Daten im Netz veröffentlicht

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die niederösterreichische Gemeinde Reichenau an der Rax wurde Opfer eines Hackerangriffs. Wie die Polizei bestätigt, laufen Ermittlungen durch Cyber-Crime-Spezialisten. Erbeutete Daten sind mittlerweile öffentlich zugänglich.

Nach einer Cyber-Attacke auf die Gemeinde Reichenau an der Rax im Bezirk Neunkirchen ermittelt die Polizei. Wie Chefinspektor Johann Baumschlager am Donnerstag auf APA-Anfrage mitteilte, sind Spezialisten aus dem Cyber-Crime-Bereich mit dem Fall befasst. Laut Medienberichten sind gestohlene Daten nun im Internet einsehbar.

Die Gemeinde gibt sich gelassen. Von einem entstandenen Schaden sei nichts bekannt, heißt es. Ein Verfahren der Datenschutzbehörde wurde bereits eingestellt.

Ransomware-Gruppe drohte mit Veröffentlichung

Hinter dem Angriff soll die Ransomware-Gruppe SafePay stecken. Diese kündigte laut „Kronen Zeitung“ am 8. September im Tor-Netzwerk an, sämtliche erbeuteten Daten der Gemeinde zu veröffentlichen. Am 10. Oktober machte die Gruppe ihre Drohung wahr. Seither sind verschiedene Datensätze öffentlich abrufbar.

Systeme wurden vom Netz genommen

Amtsleiter-Stellvertreter Philipp Stummer bestätigte gegenüber der „Krone“, dass die Attacke Ende Juli bemerkt wurde. Die Gemeinde habe sofort gehandelt und die betroffenen Systeme gemeinsam mit einem externen IT-Dienstleister sowie einem IT-Sicherheitsunternehmen vom Netz genommen und neu aufgesetzt.

Verschlüsselt worden seien keinerlei Daten. Der Amtsbetrieb sei bis auf eine kurze Unterbrechung aufrechterhalten worden.

Keine Schadensmeldungen eingegangen

Die Gemeinde erstattete Anzeige bei der Polizei und meldete den Vorfall der österreichischen Datenschutzbehörde. Diese stellte das Verfahren mittlerweile ein. „Bis heute ist niemand an die Gemeinde herangetreten, dem durch den Vorfall ein Schaden entstanden ist“, so Stummer.

Aus dem Büro des Bürgermeisters verlautete zudem, dass sich technisch nicht abschließend feststellen lasse, welche Dateien konkret betroffen sind. Die Veröffentlichung werde noch geprüft.

Quelle: APA

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