Cézanne-Schau mit Sean Scully in Paris eröffnet

Im Grand Palais in Paris läuft ab 23. September eine große Ausstellung zu Paul Cézanne und seinem Einfluss auf die Kunstgeschichte. Unter den rund 180 gezeigten Werken ist auch eine Arbeit des Künstlers Sean Scully vertreten.
Die Ausstellung „Cézanne et nous“ im Grand Palais widmet sich dem französischen Maler Paul Cézanne (1839–1906) und seiner künstlerischen Nachwirkung. Vom 23. September 2026 bis zum 17. Jänner 2027 werden knapp 180 Kunstwerke präsentiert, die zeigen, wie Cézannes Schaffen vom späten 19. Jahrhundert bis heute entdeckt, interpretiert und weiterentwickelt wurde.
Zu den ausgestellten Arbeiten zählt das Gemälde „Dying Day“ aus dem Jahr 2007 von Sean Scully. Das Ölbild im Format 280 x 350 cm gehört zur Sammlung des Centre Georges Pompidou in Paris und wurde der Institution von Marcia Dunn und Jonathan Sobel über die Pompidou-Stiftung geschenkt.
Vom Formalismus bis zur Postmoderne
Ausgehend von Cézanne habe sich der Triumph der modernen Kunst und des Formalismus – also der Reduktion der Malerei auf ihre grundlegenden kompositorischen Elemente – immer wieder neu entwickelt und überschritten, heißt es in der Ausstellungsbeschreibung. Von lyrischer und geometrischer Abstraktion bis hin zur Hard-Edge-Malerei bleibe Cézanne ein konstanter Bezugspunkt: manchmal beansprucht, manchmal neu interpretiert, stets diskutiert.
Auch im Zeitalter der Postmoderne werde sein Status als „Vater der modernen Kunst“ weiterhin hinterfragt. Die Schau erzähle erstmals diese doppelte Geschichte: jene seines fundamentalen Einflusses und zugleich jene der Künstler, die sich auf ihn beriefen. Die Ausstellung zeige eine komplexe, vielschichtige Historie, geprägt von Aneignung, künstlerischer Abstammung und ästhetischen Spannungen.
Quelle: https://ropac.net/news/3076-sean-scully-cezanne-et-nous
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