Demenz: Diese Anzeichen deuten auf die Krankheit hin

In Vorarlberg sind zahlreiche Menschen von Demenz betroffen. Die Aktion Demenz klärt in einer Informationsserie über erste Symptome und den Krankheitsverlauf auf – und warnt davor, Anzeichen zu verdrängen.
Demenz zählt zu den häufigsten Gesundheitsproblemen im Alter. Die landesweite Aktion Demenz will mit einer zwölfteiligen Serie das Verständnis für die Erkrankung verbessern. Der zweite Teil widmet sich den ersten Symptomen und dem Verlauf. Monatlich erscheint eine neue Antwort auf zentrale Fragen.
Frühe Symptome werden oft übersehen
Die Krankheit darf nicht mit harmloser Altersvergesslichkeit gleichgesetzt werden. Wie sich eine demenzielle Veränderung entwickelt, lässt sich nicht exakt vorhersagen und hängt stark von der individuellen Verfassung ab. Dennoch unterscheiden Fachleute drei Phasen.
Das frühe Stadium beginnt meist schleichend und bleibt anfangs oft unbemerkt. Betroffene vergessen, verwechseln oder verlegen Alltagsgegenstände. Viele versuchen, diese Schwierigkeiten zu verbergen, Angehörige verdrängen die Warnsignale gerne. Dadurch verzögern sich Diagnose und Behandlung, die den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen könnten.
Orientierung und Interesse schwinden
Im mittleren Stadium zeigen sich deutliche Gedächtnisverluste. Sprechen und Lesen werden schwieriger, die räumliche und zeitliche Orientierung lässt nach. Komplexe Sätze können nicht mehr verstanden, neue Informationen nicht mehr eingeordnet werden. Körperlich macht sich Unsicherheit in den Bewegungen bemerkbar. Erkrankte verlieren das Interesse an ihrer Umgebung und an Beziehungen. Starke Stimmungsschwankungen, rastloses Umherwandern und eine Umkehr des Tag-Nacht-Rhythmus lassen sie zunehmend aus ihrem gewohnten Alltag herausfallen. Spätestens in dieser Phase sind sie auf Unterstützung angewiesen.
Das späte Stadium ist durch den Verlust der eigenen Vergangenheit geprägt. Selbst lange eingespeicherte Inhalte des Langzeitgedächtnisses und erlernte Fähigkeiten gehen verloren. Die Beziehung zu Raum, Zeit und zum eigenen Körper geht verloren. Es können Inkontinenz sowie Schwierigkeiten beim Schlucken und Essen auftreten. Pflege rund um die Uhr wird erforderlich, oft auch eine Unterbringung in einer stationären Einrichtung – zum Wohl und zur Sicherheit der Betroffenen.
Austausch für pflegende Angehörige
Ergänzend zur Informationsserie bietet der Demenz Dialog pflegenden Angehörigen die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen und sich auszutauschen. Termine und Veranstaltungsorte sind auf der Homepage der Aktion Demenz zu finden, ebenso weitere hilfreiche Informationen und aktuelle Veranstaltungen rund um das Thema.
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