Demenz: Wenn das Zuhause nicht mehr Heimat ist

Pia ProdingerPia Prodinger
Bergpanorama in Oberösterreich mit Wolken und Nebel über grünen Hügeln
© birkfeld.at

Menschen mit Demenz können in ein Stadium gelangen, in dem sie ihr langjähriges Zuhause nicht mehr als Heimat empfinden. Der Wunsch, „nach Hause“ zu den längst verstorbenen Eltern zu gehen, stellt Angehörige vor große Herausforderungen.

Bei Demenzerkrankten kann eine Phase eintreten, in der die eigenen vier Wände, in denen sie seit Jahrzehnten wohnen, nicht mehr als Heimat wahrgenommen werden. Betroffene äußern dann den Wunsch, „nach Hause gehen“ zu wollen – meist zu Mama und Papa, die in der Regel bereits verstorben sind.

Diese Situation birgt erhebliche Gefahren: Auf stark befahrenen Straßen können sich selbstgefährdende Situationen entwickeln. Das Risiko ist hoch, dass Erkrankte den Weg nicht finden und umherirren.

Wesensveränderung und Aggression möglich

Parallel dazu kann es zu einer Wesensveränderung kommen. Betroffene können stark aufgebracht reagieren, in manchen Fällen auch aggressiv werden. Für Angehörige ist diese Phase besonders herausfordernd und belastend.

Vorsicht bei Besuchen am Geburtsort

Experten raten, in dieser Demenzphase gut abzuwägen, ob man den Geburtsort besucht oder lieber ein neues Ausflugsziel wählt. Selbst wenn das ursprüngliche Haus oder ähnliche Gebäude nicht mehr existieren, könnten markante Punkte das Gefühl des „nach Hause wollen müssen“ verstärken. Dies könnte die Situation zusätzlich erschweren.

Quelle: https://birkfeld.at/unsere-gemeinde/aktuelles?posts=6aacc8eb36615ca307d04f2c

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