Demo gegen Budgetkürzungen an Innsbrucker Unis

Hochschulvertretungen rufen für Donnerstag zu einer Demonstration gegen geplante Sparmaßnahmen auf. Das Rektorat unterstützt die Aktion, Mitarbeiter können sich freistellen lassen.
Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) der Universität Innsbruck und der Medizinischen Universität Innsbruck organisiert am Donnerstag, 29. Oktober 2026, eine Demonstration gegen die Budgetkürzungen der Bundesregierung. Treffpunkt ist um 14 Uhr bei der Annasäule, die Veranstaltung dauert bis etwa 17 Uhr.
Unter dem Motto „Keine Kürzungen auf Kosten von Bildung, Wissenschaft und Zukunft!“ wollen Studierende, Lehrende und Beschäftigte auf die Auswirkungen der geplanten Sparmaßnahmen aufmerksam machen. Das Rektorat der Universität Innsbruck – vertreten durch Veronika Sexl, Gregor Weihs, Janette Walde, Manfred Lechner und Dirk Rupnow – unterstützt die Aktion und hofft auf ein starkes Signal Richtung Wien.
Zwei Milliarden Euro fehlen
Nach Angaben der ÖH entsteht durch die Budgetpläne an den Universitäten ein Loch von zwei Milliarden Euro. Die Hochschulvertretungen warnen vor konkreten Folgen: weniger Personal für Lehrveranstaltungen und Betreuung, schlechtere Ausstattung bei Räumen und Laborgeräten, Streichung von Wahlmodulen sowie überfüllte Hörsäle. Auch die medizinische Versorgung in Tirol und Österreich sei durch Kürzungen bei Ärztinnen und Ärzten sowie medizinisch-wissenschaftlichem Personal gefährdet.
Die ÖH fordert mehr Ressourcen für Lehre, Forschung und Patientenversorgung sowie sichere Arbeitsbedingungen. „Wer bei Bildung spart, spart an unserer Zukunft“, heißt es im Aufruf. Zusätzlich zur Demo läuft eine Online-Petition unter dem Titel „Unisretten“.
Teilnahme als gerechtfertigte Abwesenheit
Für Universitätsmitarbeiter gilt die Teilnahme an der Demonstration als gerechtfertigte Abwesenheit vom Dienst, muss aber mit Vorgesetzten abgestimmt werden. Anreisekosten von dislozierten Standorten werden nicht erstattet.
Der Nachmittag soll grundsätzlich lehrveranstaltungsfrei bleiben, um die Teilnahme zu ermöglichen. Ausnahmen gelten für Lehrveranstaltungen, bei denen die geplante Einheit laut Lehrveranstaltungsleitung unverzichtbar ist und eine Verschiebung unverhältnismäßigen Aufwand bedeuten würde. Mündliche Prüfungen finden plangemäß statt, können aber nach Möglichkeit auf Wunsch von Studierenden verlegt werden. Schriftliche Prüfungen müssen ohne Ausnahme wie geplant abgehalten werden.
Quelle: https://www.uibk.ac.at/de/newsroom/2026/budgetkurzungen-demo-am-29-oktober
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