Designerin spricht über Fair-Trade-Mode aus Nepal

Mona HopfingerMona Hopfinger
Ingrid Gumpelmaier-Grandl in Kathmandu, Nepal, mit zwei Männern bei der Arbeit an Stoffen.
© Verein Lebensraum Donau-Ameisberg

Ingrid Gumpelmaier-Grandl hält am 25. September einen Vortrag über ihr öko-faires Modelabel FAIRytale. Die Eferdingerin gewährt Einblicke in ihre Arbeit zwischen Oberösterreich und Kathmandu.

Am Freitag, 25. September, um 19.30 Uhr lädt das Pfarrheim Sarleinsbach zu einem Vortrag über nachhaltige Mode ein. Ingrid Gumpelmaier-Grandl berichtet über ihr Fair-Trade-Modelabel FAIRytale und ihre Tätigkeit zwischen Eferding und der nepalesischen Hauptstadt.

Pionierin der Fair-Fashion-Bewegung

Die Veranstaltung findet anlässlich des Jubiläums „10 Jahre Fair Trade Region“ statt. Gumpelmaier-Grandl zählt zu den Vorreiterinnen der Fair-Fashion-Bewegung in Österreich. Ihr Motto lautet: „Think global, act local-live glocal!“

Die Designerin betont, dass es zahlreiche Möglichkeiten gebe, Kleiderschränke nachhaltig zu gestalten. Der Kauf von Fair-Trade-Mode sei eine davon. Bei der Gestaltung ihrer Kollektionen berücksichtige sie nicht nur die Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten, sondern auch jene der Produzentinnen und Produzenten.

Zusammenarbeit mit Partnern in Nepal

Im Zentrum ihrer Arbeit steht das Prinzip „Arbeiten von Mensch zu Mensch“. Ziel sei es, für alle im Netzwerk Beschäftigung zu sichern. Eine globale, solidarische Wirtschaft müsse die Bedürfnisse aller entlang der Lieferkette im Blick haben, so die Eferdingerin.

Über die Jahre hat sie mehrere kleine Produktionspartner in Nepal aufgebaut. Gemeinsam realisierte sie Projekte wie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach einer Schneiderei oder ein neues Gebäude für eine Stoffdruckerei, in der Stoffe per Hand bedruckt werden.

Ihr Ansatz sei es, die Partner dabei zu unterstützen, einerseits behutsam zu modernisieren und andererseits traditionelles Handwerk zu bewahren. Gemeinsam arbeite man daran, Zugang zu nachhaltigen Materialien zu schaffen und das Produktsortiment zu erweitern.

Stärkung lokaler Geschäfte

Gleichzeitig liegt der Designerin die Unterstützung kleiner Geschäfte in Österreich am Herzen. Mittlerweile ist FAIRytale in über 150 Geschäften erhältlich, darunter viele Weltläden. Dort sei die persönliche Begegnung entscheidend: Man spreche mit Menschen und erfahre mehr über den Hintergrund der Produkte.

Die Frequenz in den Geschäften und das Beleben der Städte stellten den Menschen in den Vordergrund. Es dürfe nicht nur um digitale Präsenz, Produktinszenierung, Reichweite und Datenerfassung gehen. Maschinen sollten hilfreich sein, doch Mensch und Natur müssten im Mittelpunkt stehen, betont Gumpelmaier-Grandl.

Ausgezeichnetes Fair-Trade-Projekt

Diese Überzeugung, kombiniert mit Kreativität, Herzblut und Zusammenhalt, bilde die Stärke des Fair-Trade-Projekts, das bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.

FAIRytale produziert Mode für Frauen in den Größen XS bis 3XL. Ein kleineres Sortiment gibt es auch für Männer und Kinder. Die Modelle reichen von schlicht über raffiniert bis folkloristisch und sind von Kollektion zu Kollektion kombinierbar. Das Sortiment umfasst zudem Deko- und Geschenksartikel.

Quelle: https://www.lembach-hoerbich.at/Vortrag_FAIRytale_fairaendert_Mode

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