Deutschkreutz: Kölly verzichtet auf Anfechtung der Wahl

Der unterlegene Kandidat bei der Bürgermeisterwahl in Deutschkreutz, Kölly, wird das Ergebnis nicht anfechten. Er fordert jedoch Aufklärung über Kameras in Wahllokalen, so der ORF.
Der unterlegene Kandidat bei der Bürgermeisterwahl in Deutschkreutz verzichtet auf eine Anfechtung des Wahlergebnisses. Kölly begründete seine Entscheidung damit, dass eine Anfechtung „nur Stress für die Bevölkerung“ bedeuten und öffentliches Geld kosten würde. Er habe mit seiner Familie, LBL-Funktionären und der Bevölkerung gesprochen, bevor er zu diesem Schluss kam.
Dennoch fordert Kölly Aufklärung über Kameras, die in Wahllokalen installiert waren. Er betonte, dass das Filmen in Wahllokalen nicht erlaubt sei. Er will nun wissen, wann und von wem die Kameras montiert wurden sowie aus welchem Grund. Der neue Bürgermeister Hofer ließ bereits via Medien wissen, dass das Wahlgeheimnis nicht gefährdet war.
Kommunalwahl 2027 noch offen
Die Bürgermeisterwahl war außertourlich notwendig geworden, nachdem Andreas Kacsits (ÖVP) im April zurückgetreten war. Jürgen Hofer (SPÖ) wurde zum neuen Bürgermeister gewählt. In genau einem Jahr finden die regulären Kommunalwahlen im Burgenland statt.
Ob Kölly bei den Kommunalwahlen 2027 antreten wird, ist noch nicht entschieden. „Ob ich kandidiere, das steht noch nicht fest“, sagte er. Er werde dies mit den LBL-Kollegen analysieren und wolle „viel Jugend zulassen, die sich schon angetragen hat“.
Die LBL werde sich im Gemeinderat weiterhin einbringen und mitarbeiten. Es müsse aber auch die Möglichkeit geben, mit Ideen und Visionen durchzudringen, so Kölly. Er forderte etwa Informationen über Projekte in der Gemeinde. An die ÖVP gerichtet meinte er, diese müsse ihre Stimmenverluste analysieren. Gemeinsam mit der LBL könne sie die Mehrheit im Gemeinderat stellen.
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