Diözese zeichnet Pfarren für Umweltprojekte aus

Mathias FischerMathias Fischer
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Die Diözese St. Pölten hat am Donnerstag im Bildungshaus St. Hippolyt mehrere Pfarren für ihre Umweltprojekte prämiert. Ausgezeichnet wurden Initiativen aus der Diözese St. Pölten, der Erzdiözese Wien und der Evangelischen Kirche in Niederösterreich, so der ORF.

Beim diözesanen Umweltpreis 2025 wurden mehrere Projekte prämiert, die sich um Klimaschutz und Nachhaltigkeit verdient gemacht haben. Die Verleihung fand am Donnerstag im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten statt.

Bauschutt wiederverwertet und Fernwärme genutzt

Die Pfarre Haag im Bezirk Amstetten erhielt eine Auszeichnung für die Generalsanierung ihres Pfarrhofs. Laut Diözese wurden dabei rund 4.000 Kubikmeter Bauschutt wiederverwertet. Das geschredderte Material kam bei der Sanierung von Forstwegen, als Unterfüllung auf der Baustelle und bei der Gartengestaltung zum Einsatz.

Ebenfalls prämiert wurde die Pfarre Viehdorf im Bezirk Amstetten. Der dortige Pfarrhof wurde 2024/25 an die mit Hackschnitzeln betriebene Fernwärmeversorgung der Gemeinde angeschlossen. Zusätzlich organisiert die Pfarre seit 2023 unter dem Titel „Quer durch den Garten“ Verschenk- und Tauschtage für Obst und Gemüse, die jeden zweiten Samstag in den Sommermonaten stattfinden.

Der Pfarrverband im Horner Becken wurde für den „Pilgermarathon der Hoffnung“ ausgezeichnet. Das Projekt verbindet Glaube, Naturerfahrung und ökologische Achtsamkeit miteinander.

Kinderfestival mit Klimaschutz-Bemühungen prämiert

Der Jugendpreis ging an die Niederösterreichischen Kindersommerspiele (NÖKISS) im Stift Herzogenburg im Bezirk St. Pölten. Das Festival für Kinder und Jugendliche findet an zwei Wochenenden statt und umfasst unter anderem Theater, Musik, Zirkus und Werkstätten.

Laut Diözese sind an sechs Veranstaltungstagen rund 1.500 Freiwillige im Einsatz. Zwischen 15.000 und 16.000 Besucherinnen und Besucher nehmen an den Kindersommerspielen teil. Das Festival wurde für seine Bemühungen um eine klimaschonende Veranstaltung ausgezeichnet.

Photovoltaik und Elektromobilität in Mödling

Die evangelische Pfarrgemeinde Mödling erhielt einen Preis für die Installation einer Photovoltaikanlage samt Ladestation. Für den Pfarrer wurde ein Elektroauto angeschafft. Bereits 2019 war für die Pfarrerin ein E-Fahrrad beschafft worden.

In Neunkirchen wurde die katholische Pfarre für ihren „Sonnengesangsweg“ ausgezeichnet. An zehn Stationen in der Stadt wurden Tafeln zum Thema Schöpfung und Umwelt aufgestellt, die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Berufsschule Neunkirchen hergestellt wurden.

Auf dem Dach des Minoritenklosters wurde zudem eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 12,3 Kilowatt-Peak installiert. Die beiden PV-Anlagen der Pfarre wurden laut Diözese mit Speichern mit einer Gesamtkapazität von 44 Kilowattstunden ausgestattet.

Biodiversität am Friedhof gefördert

Die Pfarre Kritzendorf im Bezirk Tulln gestaltete ihren großen Pfarrgarten und einen Friedhof um, um die Biodiversität zu fördern. Laut Diözese wurden „Fehler der Vergangenheit“, wie etwa eine Thujenhecke, korrigiert. Unter anderem entstanden ein Gehölz- und Gebüschstreifen sowie eine „wilde Insel“ mit verschiedenen Sträuchern und Bäumen.

Der diözesane Umweltpreis stand unter dem Motto „Ab in die Verlängerung“. Bei der Verleihung diskutierten Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche sowie Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) über die Bedeutung und das Engagement der Kirchengemeinden für die Bewahrung der Schöpfung.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3371684/

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