Diskussion über Rechenzentren in Niederösterreich

In Leopoldsdorf bei Wien soll ein großes Rechenzentrum von CloudHQ entstehen. Am 22. Oktober diskutiert der ORF Niederösterreich im Kulturhaus Maria-Lanzendorf über Chancen und Risiken solcher Anlagen.
In Niederösterreich sorgen mehrere geplante Rechenzentren für Debatten. In Leopoldsdorf bei Wien soll unter anderem eine große Anlage des US-Konzerns CloudHQ errichtet werden. Vorgesehen sind drei Rechenzentrumseinheiten, ein Umspannwerk sowie Notstromanlagen. Das Vorhaben auf einer Fläche von 6,7 Hektar muss eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchlaufen. Laut Land sind dafür unter anderem die großen Notstromaggregate ausschlaggebend.
Zwischen Wirtschaftsstandort und Umweltbedenken
Rechenzentren gelten als unverzichtbar für digitale Dienste – von Onlinebanking über Streaming bis hin zu Anwendungen mit künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig stellen sie Regionen vor neue Herausforderungen. Befürworter sehen in den Anlagen wichtige Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort, Cloud-Dienste und künstliche Intelligenz. Kritiker verlangen klare Vorgaben zum Strom- und Flächenverbrauch, zu Emissionen, Lärm und einer verbindlichen Nutzung der Abwärme.
Niederösterreich hat heuer als erstes Bundesland eigene Raumordnungsregeln für Rechenzentren beschlossen. Damit will das Land künftig mitbestimmen, wo große Anlagen gebaut werden dürfen.
Podiumsdiskussion am 22. Oktober
Unter dem Titel „Rechenzentrum vor der Haustür – Bereicherung oder Bedrohung?“ ist Werner Fetz, Moderator von „NÖ heute“, am 22. Oktober im Kulturhaus MaLa in Maria-Lanzendorf (Bezirk Bruck an der Leitha) zu Gast. Die Diskussion „Ein Ort am Wort“ findet in Niederösterreich in Zusammenarbeit mit der Tageszeitung „Kurier“ statt.
Auf dem Podium diskutieren unter anderem Andreas Graf-Matzner von CloudHQ und Martin Madlo, Präsident der Austrian Datacenter Association. Weiters nehmen teil: Fritz Blasnek, Bürgermeister von Leopoldsdorf, Umweltanwalt Tom Hansmann, Ivona Brandic, Professorin für High Performance Computing Systems an der TU Wien, und Christoph Haselmayer vom Institut für Demoskopie und Datenanalyse. Erwartet werden auch Kritiker und Gegner des Projekts, die sich in einer eigenen Gruppe in den sozialen Medien organisiert und eine Petition gestartet haben.
Jede und jeder ist eingeladen, an der Diskussion teilzunehmen. Die Veranstaltung wird am 22. Oktober ab 19.30 Uhr live auf Radio NÖ sowie als Livestream auf ORF ON und auf sound.ORF.at ausgestrahlt. Nachberichte gibt es am Folgetag in sämtlichen Kanälen des ORF Niederösterreich.
Reservierungen sind nicht notwendig, aber empfohlen, direkt unter der Telefonnummer +43 676 680 56 86.
Quelle: OTS
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