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Dörfel kritisiert „Remigration“ – FPÖ empört

Mona HopfingerMona Hopfinger
Karikatur: Waage mit Leistung und Herkunft, Trichter für Differenzierung, Stoppschild mit Megafon
© Mit KI (Gemini) generiert

Der oberösterreichische Integrationslandesrat Christian Dörfel (ÖVP) hat den Begriff „Remigration“ scharf kritisiert und als „Blödsinn“ bezeichnet. Die FPÖ reagierte mit Empörung auf die Aussagen, so der ORF.

In einem Interview mit den „Oberösterreichischen Nachrichten“ äußerte sich Christian Dörfel (ÖVP) deutlich zum Thema Remigration. „Nur Idioten können dem Begriff der Remigration irgendetwas Positives abringen“, sagte der Landesrat. Die Äußerung löste auf Bundesebene heftige Kritik der FPÖ aus, obwohl die beiden Parteien in Oberösterreich gemeinsam regieren.

Die freiheitliche Bundesparteisprecherin Lisa Schuch-Gubik bezeichnete Dörfels Worte als „Skandalaussage“ und attackierte den ÖVP-Politiker scharf. Mit Blick auf die Landtagswahlen im kommenden Jahr könnte die politische Abgrenzung zwischen den Koalitionspartnern wieder an Bedeutung gewinnen.

Differenzierung bei Zuwanderung gefordert

Gegenüber dem ORF Oberösterreich verteidigte Dörfel seine Position. Er bezeichnete sich als Befürworter einer harten Asylpolitik, forderte aber gleichzeitig eine differenzierte Betrachtung der Zuwanderung.

„Wir dürfen nicht alle Ausländer in einen Topf werfen. Wir müssen unterscheiden zwischen den Leistungsträgern, die zugewandert sind und die sich mit viel Fleiß ein neues Leben aufgebaut haben, und den Integrationsverweigerern“, erklärte der Landesrat. Gerade zugewanderte Fachkräfte seien für Oberösterreich in Wirtschaft, Pflege und Gesundheitswesen unverzichtbar.

Klare Absage an Remigrations-Konzept

An seiner Ablehnung des Begriffs „Remigration“ hält Dörfel fest. „Remigration ist eine vornehme Umschreibung von ‚Ausländer raus' und zwar unabhängig davon, ob sie Leistungsträger sind oder nicht. Und ich halte das für einen Blödsinn und halte die Aussage natürlich aufrecht“, betonte er. Sein politisches Prinzip laute: „Leistung zählt und nicht Herkunft schadet.“

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3366031/

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