Dompfarrer Faber diskutierte über Nitsch und Religion

Mathias FischerMathias Fischer
Bischof Alois Schwarz im Sakko mit weißem Hemd und Kragen sitzt in einem Sessel.
© Josef Schimmer

Im nitsch museum setzte sich Dompfarrer Toni Faber mit dem Verhältnis Hermann Nitschs zur katholischen Kirche auseinander. Die Veranstaltung fand am 24. Oktober im Rahmen der laufenden Ausstellung statt.

Welche Bedeutung hatten religiöse Motive und Rituale für Hermann Nitsch? Dieser Frage widmete sich die Veranstaltung „nitsch und … die Religion“ im nitsch museum. Dompfarrer Toni Faber diskutierte gemeinsam mit Kuratorin Julia Moebus-Puck über die Verbindungen zwischen Kunst, Spiritualität und kirchlicher Tradition. Moderiert wurde das Gespräch von Judith Weissenböck.

Liturgische Formen, sakrale Gegenstände und Themen wie Opfer, Schmerz, Erlösung und Auferstehung prägten Nitschs künstlerisches Schaffen. Besonders im Orgien Mysterien Theater kamen diese Elemente zum Ausdruck. Kelche, Kreuze, Monstranzen und liturgische Farben wurden zu eigenständigen Bedeutungsträgern. Sein Werk zeigt, wie sinnliche Erfahrung und spirituelle Dimension ineinander greifen.

Spannungsreiches Verhältnis zur Kirche

Obwohl Nitsch keiner Konfession angehörte, setzte er sich intensiv mit religiösen Traditionen und katholischer Liturgie auseinander. Die Veranstaltung beleuchtete diese Facette seines Schaffens und bot unterschiedliche Perspektiven auf das Zusammenspiel von Kunst und Glaube.

Liturgische Intervention im November

Am 21. November ab 18 Uhr setzt das Museum die Auseinandersetzung mit Kunst, Religion und Ritual fort. Pater Friedhelm Mennekes SJ gestaltet eine rund 45-minütige „Liturgische Intervention“, die eigens für das Museum entwickelt wurde.

Der langjährige Wegbegleiter Nitschs ist mit den religiösen und spirituellen Dimensionen des Werks vertraut. Begleitet von Harfe, Orgel und elektronischer Musik werden liturgische Formen, Gesten und Materialien in einen zeitgenössischen künstlerischen Kontext gestellt. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, Teil des gemeinschaftlichen Geschehens zu werden.

Der Eintritt beträgt 13 Euro und inkludiert den Besuch der Ausstellung „Hermann Nitsch. von sonnenaufgang an“.

Drei Männer stehen vor Kunstwerken.
© Josef Schimmer

Quelle: https://www.mistelbach.at/politik-buergerservice/presse/news/news-detail/artikel/kunst-glaube-und-ritual-dompfarrer-toni-faber-zu

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