Don-Bosco-Heim in Amstetten öffnet wieder

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Das Don-Bosco-Jugendzentrum in Amstetten nimmt am 1. Jänner den Betrieb wieder auf. Der Orden der Salesianer Don Boscos übernimmt die Einrichtung ohne die zuvor gestrichene Landesförderung.

Das Don-Bosco-Jugendzentrum in Amstetten wird ab 1. Jänner wieder geöffnet sein. Der Orden der Salesianer Don Boscos unter dem neuen Provinzial P. Peter Rinderer hat beschlossen, die Einrichtung aus eigener Initiative und ohne die gestrichene Förderung des Landes weiterzuführen.

Die Wiedereröffnung des Jugendzentrums löst in der Region Erleichterung aus. Das „JA Don Bosco“ hatte Ende Juli schließen müssen, nachdem die Landesförderung gestrichen worden war.

Grüne: Orden springt für Land ein

Dominic Hörlezeder, Landtagsabgeordneter und Gemeinderat der Grünen in Amstetten, begrüßt die Entscheidung des Ordens, kritisiert aber gleichzeitig die Landespolitik scharf. Dass ein privater Orden nun die Jugendarbeit in der Region retten müsse, sei ein politisches Armutszeugnis für das Land Niederösterreich.

Hörlezeder wirft der schwarz-blauen Landesregierung vor, komplett versagt zu haben. Ein FPÖ-Landesrat habe 50.000 Euro – das entspreche 40 Prozent des Jahresbudgets – als Reaktion auf einen Aufklärungsworkshop und eine Regenbogenfahne gestrichen. Einen ideologischen Kulturkampf auf dem Rücken von Jugendlichen auszutragen, sei schäbig.

Die ÖVP auf Landesebene unter Landeshauptfrau Mikl-Leitner habe bei diesem Vorgang einfach zugesehen und mache sich damit zur stillen Komplizin, so der Grün-Politiker.

Forderung nach struktureller Absicherung

Hörlezeder fordert eine nachhaltige Lösung für die Jugendarbeit. Die Gesellschaft könne sich nicht darauf verlassen, dass immer ein Orden oder private Spender einspringen, wenn das Land seine Aufgaben nicht erfülle. Die Landesregierung bleibe in der Pflicht, Jugendarbeit strukturell abzusichern.

Der Grüne Mandatar kündigte an, im Landtag weiterhin genau hinzuschauen und jene in die Pflicht zu nehmen, die für die Eskalation gesorgt hätten. Auch die Stadtpolitik habe sich in den vergangenen Wochen für Notfallpläne eingesetzt.

Quelle: OTS

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