Donau-Güterverkehr brach im Sommer um 57 Prozent ein

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Niedrige Wasserstände auf der Donau haben den Gütertransport in Österreich im Sommer massiv beeinträchtigt. Laut Statistik Austria ging das Transportaufkommen im Juli und August um fast 57 Prozent zurück.

Fehlende Niederschläge und hohe Temperaturen haben heuer zu extrem niedrigen Pegelständen auf der Donau geführt. Die Folge: Der Güterverkehr auf dem österreichischen Donauabschnitt ist im Juli und August um fast 57 Prozent eingebrochen. Das gab die Statistik Austria am Montag bekannt.

Besonders dramatisch war die Lage im August: Hier verzeichnete der Gütertransport ein Minus von 74 Prozent gegenüber dem August 2025. „Der August 2026 war der Monat mit dem zweitniedrigsten Transportaufkommen seit Beginn der Aufzeichnungen Anfang der 1990er-Jahre“, erklärte Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Nur im Jänner 1997 sei die beförderte Tonnage aufgrund einer extremen Kältewelle mit Vereisungsgefahr noch geringer gewesen.

Transitverkehr nahezu zum Erliegen gekommen

Der Transitverkehr kam im Sommer nahezu vollständig zum Stillstand. Im Juli und August schrumpfte das Transportaufkommen hier um 85 Prozent auf nur noch 20.740 Tonnen. Die Zahl der Beförderungen sank um rund 39 Prozent auf 636. Insgesamt wurden in den beiden Sommermonaten 414.227 Tonnen transportiert – ein Rückgang um 57 Prozent.

Auch die Jahresbilanz fällt negativ aus: Von Jänner bis August wurden auf dem österreichischen Donauabschnitt insgesamt 2,9 Millionen Tonnen befördert. Das entspricht einem Minus von mehr als einem Viertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Flusskreuzfahrten eingeschränkt

Die niedrigen Wasserstände wirkten sich auch auf die Passagierschifffahrt aus. Zahlreiche Flusskreuzfahrten konnten nur eingeschränkt oder überhaupt nicht durchgeführt werden.

Quelle: APA

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