Dornbirn baut 37 Seniorenwohnungen in Rohrbach

Mathias FischerMathias Fischer
Spatenstich in Reuthe: Sechs Personen mit Spaten im Erdreich, Bagger im Hintergrund
© STADT, jk&p

In der Robert-Schumann-Straße entsteht ein neues Wohnprojekt für ältere Menschen. Stadt Dornbirn und VOGEWOSI haben den Spatenstich für 37 barrierefreie Wohnungen gesetzt, die selbstständiges Leben mit Betreuungsangeboten kombinieren.

Die Stadt Dornbirn und die VOGEWOSI haben den offiziellen Spatenstich für ein neues Seniorenwohnprojekt gesetzt. Im Stadtteil Rohrbach entstehen 37 barrierefreie Wohnungen, die eigenständiges Wohnen mit bedarfsgerechter Betreuung verknüpfen sollen. Das Projekt trägt den Namen „Wohnen Plus Robert-Schumann-Straße“.

Auf einem etwa 3.000 Quadratmeter großen Areal wird ein viergeschossiges Gebäude in moderner Holzbauweise errichtet. Geplant sind ausschließlich Zwei-Zimmer-Wohnungen mit Flächen zwischen 40 und 50 Quadratmetern. Alle Einheiten verfügen über eine eigene Loggia. Im Erdgeschoss ist ein großzügiger Gemeinschaftsraum mit Küche vorgesehen, der Raum für Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten bieten soll.

Ambulante Betreuung nach individuellem Bedarf

Das Wohnkonzept basiert auf ambulant betreutem Wohnen. Die Bewohnerinnen und Bewohner führen ihren Haushalt selbst und organisieren ihren Alltag eigenständig. Eine Koordinationsperson steht für organisatorische Fragen bereit und vermittelt mobile Dienstleistungen. Pflege- und Betreuungsleistungen können je nach individuellem Bedarf hinzugebucht werden.

Die Wohnform positioniert sich bewusst zwischen klassischem Wohnen und stationärer Pflege. Sie ermöglicht Selbstständigkeit und Privatsphäre, bietet aber zugleich Zugang zu sozialen Kontakten und bedarfsgerechter Hilfe.

Infrastruktur und Anbindung

Die Lage in der Nähe der Achauen ermöglicht Spaziergänge und Bewegung im Grünen. Nahversorger, Apotheke und Bäckerei sind fußläufig erreichbar. Zwei Stadtbuslinien in unmittelbarer Umgebung stellen die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz sicher. Die VOGEWOSI übernimmt die Errichtung und schließt die Mietverträge mit den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern ab.

Demografischer Wandel erfordert Vorsorge

Die demografische Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit solcher Projekte. Bis 2050 wird die Zahl der über 65-Jährigen in Dornbirn nach bisherigen Prognosen um rund 58 Prozent steigen – von etwa 9.650 auf rund 15.300 Menschen. Schon heute lebt ein erheblicher Anteil der älteren Bevölkerung allein.

Mit dem neuen Projekt erweitert Dornbirn sein bestehendes Angebot an altersgerechten Wohnformen. Es ergänzt die Seniorenhäuser in der Thomas-Rhomberg-Straße und an der Birkenwiese. Der Spatenstich markiert damit nicht nur den Baustart, sondern auch eine langfristige Investition in Lebensqualität und bedarfsgerechte Versorgung im Alter.

Statements der Verantwortlichen

Bürgermeister Markus Fäßler betonte: „Eine Stadt muss sich daran messen lassen, wie gut sie auf die Bedürfnisse ihrer Bürger:innen in unterschiedlichen Lebensphasen eingeht. Mit dem neuen Wohnprojekt „Wohnen Plus Robert Schumann-Straße“ schaffen wir nicht einfach zusätzliche Wohnungen. Wir investieren in ein Wohnangebot, das Selbstbestimmung, Sicherheit und Gemeinschaft miteinander verbindet. Gerade angesichts der demografischen Entwicklung ist es entscheidend, heute die richtigen Weichen für morgen zu stellen."

Sozialstadträtin Barbara Röser ergänzte: „Älter werden bedeutet nicht, die Selbstständigkeit aufzugeben. Viele Menschen wünschen sich eine eigene Wohnung, vertraute Strukturen und die Gewissheit, bei Bedarf Unterstützung zu erhalten. Genau hier setzt das neue Wohnprojekt an. Besonders wichtig ist mir, dass neben der individuellen Betreuung auch das Miteinander Platz findet. Denn Lebensqualität im Alter entsteht nicht nur durch gute Versorgung, sondern auch durch Begegnungen, soziale Kontakte und das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein.“

Wohnung mit Holzbalken, TV mit Bergbild, Küche und Essbereich
© STADT, jk&p

Quelle: https://aktuell.dornbirn.at/presseaussendung/2026-10-22-spatenstich-fuer-ein-neues-zuhause-im-alter

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