Dornbirn: Bürgermeister fordert Maßnahmen nach Attacke

Nach einem brutalen Angriff zweier 13-Jähriger auf einen 72-Jährigen in Dornbirn verlangt Bürgermeister Markus Fäßler wirksame Schritte gegen jugendliche Intensivtäter. Die Stadt verstärkt die Polizeipräsenz und baut ihr Sicherheitskonzept aus.
Der Bürgermeister von Dornbirn, Markus Fäßler, hat den gewaltsamen Übergriff auf einen 72-jährigen Mann durch zwei 13-jährige Jugendliche scharf verurteilt. Er verlangt wirksame Schritte gegen jugendliche Intensivtäter und hat angekündigt, das städtische Sicherheitskonzept weiter auszubauen. Die Stadtpolizei hat ihre Streifentätigkeit in der Innenstadt bereits verstärkt.
„Gewalt in dieser Art darf in Dornbirn keinen Platz haben. Mein tiefstes Mitgefühl gilt dem Opfer und seinen Angehörigen und ich wünsche dem Schwerverletzen eine vollständige und rasche Genesung“, erklärte Fäßler. Die Polizeiinspektion Dornbirn führt die Ermittlungen.
Sicherheitskonzept wird ausgebaut
Die Stadt will ihr Sicherheitskonzept konsequent weiterentwickeln. Geplant sind verstärkte Polizeistreifen und eine noch engere Kooperation mit den Sicherheitsbehörden von Land und Bund. Der Vorfall zeige dringenden Handlungsbedarf auf gesetzlicher Ebene, so der Bürgermeister.
„Das Gewaltausmaß dieser Tat macht mich fassungslos und wütend. Es ist nicht hinnehmbar, dass Menschen schwer verletzt werden, obwohl die mutmaßlichen Täter bereits durch zahlreiche Straftaten aufgefallen sind. Der Gesetzgeber muss die Möglichkeit haben, jugendliche Intensivtäter rechtzeitig zu stoppen. Wir dürfen nicht warten, bis noch Schlimmeres passiert“, betonte Fäßler.
Debatte um Strafmündigkeit
Ob die Strafmündigkeit herabgesetzt wird, entscheidet der Bundesgesetzgeber. Fäßler sieht darin keine generelle Lösung und teilt die Einschätzung des Vorarlberger Kinder- und Jugendanwalts Christian Netzer, wonach gezielte Eingriffsmöglichkeiten notwendig seien. Die Stadt bringe ihre Erfahrungen weiterhin in die zuständigen Sicherheitsgremien ein und unterstütze in allen Belangen.
„Prävention bleibt entscheidend. Eltern, Erziehungsberechtigte und das soziale Umfeld müssen Verantwortung übernehmen. Wo Prävention nicht greift, braucht es klare Grenzen und verbindliche Konsequenzen. Der Schutz der Bevölkerung darf nicht an fehlenden gesetzlichen Möglichkeiten scheitern“, stellte der Bürgermeister klar.
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