Doskozil sichert Lenzing-Werk Heiligenkreuz Unterstützung zu

Mathias FischerMathias Fischer
Richard Lugner sitzt im Restaurant und gestikuliert mit seinen Händen.
© Clemens Fabry

Nach der Entscheidung der Lenzing AG, das Lyocell-Werk in Heiligenkreuz aus dem Konzern zu lösen, verspricht Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) den betroffenen Mitarbeitern und dem Standort volle Unterstützung des Landes Burgenland.

Das Land Burgenland will den Standort und die Beschäftigten des Lenzing-Werks in Heiligenkreuz nicht im Stich lassen. Das betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) nach der Ankündigung der Lenzing AG, das Lyocell-Werk aus dem Konzern herauszulösen. Die Entscheidung sei für das Südburgenland schmerzhaft, aber einer strategischen Neuausrichtung des Gesamtkonzerns geschuldet und politisch nicht beeinflussbar.

In einem ausführlichen Gespräch mit Lenzing-CEO Georg Kasperkovitz habe Doskozil die Zusicherung erhalten, dass die Produktion jedenfalls bis Jahresende gesichert sei. Möglicherweise könne der Betrieb auch darüber hinaus fortgeführt werden, falls dies für einen geordneten Übergang und eine Fortführung in neuer Konstellation hilfreich sei. Diese Zeit wolle das Land nutzen, um an einer nachhaltigen Zukunftslösung zu arbeiten, die der großen regionalwirtschaftlichen Bedeutung des Werks gerecht werde.

Positive Entwicklung im ersten Halbjahr 2026

Der Lenzing-Konzern habe in den vergangenen Monaten eine neue, vielversprechende Produktlinie in Heiligenkreuz etabliert und massiv in ein Heizkraftwerk investiert. Trotz der Belastungen durch die Corona- und Energiekrise sei die langfristige Prognose laut der Geschäftsführung vor Ort positiv, die Auslastung gut. Das operative Ergebnis und der Free Cashflow des Werkes seien durch eingeleitete Maßnahmen von einem negativen zweistelligen Betrag in den Vorjahren im ersten Halbjahr 2026 ins Positive gedreht worden.

Auch die rund 300 topqualifizierten Mitarbeiter seien ein äußerst wichtiger Standortfaktor, unterstreicht der Landeshauptmann.

Zusammenarbeit mit Management vor Ort

Doskozil fühle sich den betroffenen Menschen besonders verpflichtet. „Wir werden gemeinsam alle Kräfte mobilisieren, um den Standort zu erhalten und abzusichern“, erklärt er. Dabei arbeite das Land eng mit dem derzeitigen Management vor Ort rund um Geschäftsführer Bernd Zauner und anderen Experten zusammen. Ziel sei eine Zukunftslösung mit Bestand – so wie dies bei Sanochemia in Neufeld oder anderen Unternehmen direkt in der Region Jennersdorf gelungen sei.

Quelle: OTS

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