DPU erhält 350.000 Euro für Parkinson-Forschung

Mathias FischerMathias Fischer
Vortragssaal mit Reihen von schwarzen Sitzen und hölzerner Bühne in Österreich
© Earth Photart / Pexels (Symbolbild)

Die Danube Private University ist an einem neuen EU-Forschungsprojekt beteiligt. CLARITY-PD untersucht den Zusammenhang zwischen Umweltbelastungen und Parkinson. Das Gesamtvolumen beträgt 7,8 Millionen Euro.

Die Danube Private University (DPU) hat erneut ein Horizon-Europe-Projekt eingeworben. Das Vorhaben CLARITY-PD erforscht, wie Luftverschmutzung, Pestizide und Schwermetalle zur Entstehung und zum Verlauf von Parkinson beitragen. Insgesamt sind 20 Partnerorganisationen aus Europa, Israel und Kanada beteiligt. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre.

Das Gesamtfördervolumen liegt bei rund 7,8 Millionen Euro. Davon fließen etwa 350.000 Euro an die DPU. Das Projekt kombiniert Umwelt- und Expositionsforschung mit Biomarkeranalysen, experimentellen Krankheitsmodellen, digitalem Monitoring und KI-basierten Risikomodellen.

Mehr als 5.000 Biobank-Proben werden analysiert

Die Forschenden wollen über 5.000 retrospektive Biobank-Proben auswerten. Erkannte Zusammenhänge sollen in humanrelevanten Modellsystemen überprüft werden. Anschließend ist eine prospektive, multinationale Beobachtungskohorte mit rund 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an sieben Standorten geplant. Ziel ist es, kausale Mechanismen zwischen Schadstoffexposition und Parkinson zu identifizieren.

Die DPU übernimmt die mechanistische Validierung. Gemeinsam mit dem Austrian Institute of Technology (AIT) und Organotherapeutics bildet sie eine experimentelle Forschungskette, die dem 3R-Prinzip zur Reduktion von Tierversuchen folgt. Die Universität führt toxikogenomisches Screening in Hefemodellen durch. Diese ermöglichen die Untersuchung von Mechanismen, die mit Alpha-Synuclein, mitochondrialer Dysfunktion und oxidativem Stress verbunden sind.

Forschungsplattform zu neurodegenerativen Erkrankungen

Die Arbeiten bauen auf bestehender Forschung der DPU zu neurodegenerativen Erkrankungen auf. Die Forschungsplattform unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Ralf Braun untersucht mit Saccharomyces cerevisiae molekulare und zelluläre Mechanismen von Proteinfehlfaltungs- und neurodegenerativen Erkrankungen.

Zusätzlich übernimmt die DPU Aufgaben im Bereich der Living Labs und des Stakeholder-Engagements. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen gemeinsam mit relevanten gesellschaftlichen Gruppen in verständliche und praktisch nutzbare Präventions- und Entscheidungsinstrumente übersetzt werden.

Höchstbewertung bei Impact und Umsetzungsqualität

Robert Wagner, Direktor für Strategische Hochschulplanung, Management und Wissenschaft der DPU, sieht die Genehmigung als Bestätigung der langfristigen Forschungsstrategie: „Die erneute Genehmigung eines Horizon-Europe-Projekts zeigt, dass die DPU zunehmend Teil leistungsfähiger internationaler Forschungsnetzwerke ist. Besonders freut mich, dass wir bei CLARITY-PD genau jene Kompetenzen einbringen können, die wir in den vergangenen Jahren gezielt aufgebaut haben: von der Grundlagenforschung zu neurodegenerativen Erkrankungen über moderne experimentelle Modelle bis hin zu Digitalisierung und künstlicher Intelligenz.“

Das Projekt erreichte im Evaluierungsverfahren der Europäischen Kommission 14 von 15 möglichen Punkten. Der erforderliche Schwellenwert liegt bei 12 Punkten. Die Kriterien Impact sowie Qualität und Effizienz der Umsetzung wurden jeweils mit der Höchstbewertung von 5 von 5 Punkten beurteilt.

Das internationale Konsortium wird vom Technion – Israel Institute of Technology koordiniert. Neben der DPU gehören unter anderem das Luxembourg Institute of Health, das Austrian Institute of Technology, die Aristotle University of Thessaloniki, die University of Waterloo, die Tel Aviv University und die Charles University dem Forschungsverbund an.

Quelle: OTS

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