Drei Lehrerinnen nutzten Erasmus+ für Fortbildung im Ausland

Mona HopfingerMona Hopfinger
Sechs Personen mit Urkunden vor einem Gebäude mit Bäumen und Büschen
© dominikanerinnen.at

Dank EU-Förderung absolvierten drei Pädagoginnen im Sommer 2026 Weiterbildungskurse in Paris, Teneriffa und San Sebastián. Sie brachten neue Unterrichtsmethoden und Einblicke in europäische Schulsysteme mit.

Im Rahmen des Erasmus+-Programms der Europäischen Union haben drei Lehrerinnen die Sommerferien 2026 für Fortbildungen im Ausland genutzt. Die Kurse fanden in Frankreich und Spanien statt und vermittelten neue Ansätze für den Schulalltag.

Europäische Staatsbürgerschaft im Unterricht

Marianne Orsolic besuchte von 12. bis 18. Juli 2026 die Fortbildung „Teaching the European Citizenship in the Classroom“ in Paris. Dabei ging es um die Frage, wie sich die EU lebensnah im Unterricht darstellen lässt. Die Pädagogin vertiefte ihr Wissen über Geschichte, Struktur und Aufgaben der Union und entwickelte gemeinsam mit Kolleginnen aus Griechenland und Italien Unterrichtssequenzen.

Ziel war es, das kritische Denken europäischer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger zu fördern. Anhand von Fallstudien zu teils umstrittenen Aufgaben der EU-Institutionen erprobte die Gruppe, wie sich diese Themen aus Schülerperspektive in den Unterricht einbinden lassen.

Perspektivenwechsel durch Spanischkurs

Nicole Bednarz absolvierte eine Woche lang einen Spanischkurs auf Teneriffa. Als Sprachenlehrerin wollte sie Deutsch nicht nur als Erst-, sondern auch als Zweitsprache effizienter unterrichten können. Sie versetzte sich bewusst in die Lernendenposition, indem sie eine Sprache von Grund auf erlernte – ohne vorherige Spanischkenntnisse.

Neben didaktischen Konzepten und Unterrichtsmethoden für den DaZ/DaF-Unterricht brachte die Fortbildung einen weiteren Ertrag: Sie lernte Bildungspersonal aus unterschiedlichsten Einrichtungen kennen – von Volksschule bis Universität. Darunter waren Lehrerinnen, Administratorinnen, Lernhelferinnen und Sekretärinnen. Der Austausch ermöglichte Einblicke in nationale Schulsysteme in Europa und zeigte, wie bereichernd interkulturelle Begegnungen sein können.

Intensivkurs in San Sebastián

Elisabeth Scheikl-Andritsch verbrachte im August 2026 zwei Wochen an der Sprachschule Lacunza in San Sebastián. Beim Intensivkurs „Super Intensivo, nivel C1“ hatte sie täglich fünf Stunden Kleingruppen- oder Einzelunterricht mit Lernenden und Lehrerinnen aus Europa und den USA.

Sie notierte Vokabeln, wagte sich in Rollenspiele und erlebte den Perspektivenwechsel zur Schülerin. Diesen nimmt sie nun in ihren Unterricht mit, ebenso wie neue Ideen für kommunikative Aufgaben und den Umgang mit KI. Der Austausch mit Kolleginnen und Studierenden erweiterte ihren Blick auf andere Schulsysteme und Lernmethoden. Das Kulturprogramm am Nachmittag ergänzte die Theorieeinheiten um Landeskunde und informelle Gespräche über das Lehrerinnendasein in verschiedenen Regionen.

Die Fortbildungen wurden von der Europäischen Union finanziert.

Quelle: https://www.dominikanerinnen.at/ahs/schulalltag/news/details/unsere-lehrer-innen-bilden-sich-staendig-weiter-erasmus-kurse-im-sommer-2026

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