Drei Totenkopfaffen-Babys in Schönbrunn geboren

Mona HopfingerMona Hopfinger
Totenkopfaffen-Familie im Dschungel, Jungtiere auf dem Rücken der Eltern
© Mit KI (Gemini) generiert

Im Tiergarten Schönbrunn gibt es dreifachen Nachwuchs bei den Totenkopfaffen. Die Jungtiere kamen im September zur Welt und sind Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms.

Im Tiergarten Schönbrunn sorgen derzeit drei Totenkopfaffen-Jungtiere für Trubel. Die kleinen Affen erblickten im September das Licht der Welt und tragen zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm bei. Die Babys verbringen die meiste Zeit auf den Rücken ihrer Mütter, die sie huckepack durch das Gehege transportieren.

Doch der Forscherdrang der Jungtiere wächst täglich. Immer öfter lösen sie sich von ihren Müttern und erkunden neugierig die Umgebung, indem sie nach Ästen greifen. „Bei den Totenkopfaffen sind die Männchen nicht an der Aufzucht der Jungtiere beteiligt. Dafür helfen andere Weibchen aus der Gruppe bei der Betreuung. Sie tragen die Kleinen zeitweise auf ihren Rücken und bringen sie zum Säugen zu ihren Müttern zurück“, schildert Tierpflegerin Melanie Tötzl.

Feste Nahrung ab zwei Monaten

Die Jungtiere werden etwa ein halbes Jahr lang gesäugt. Bereits mit zwei Monaten beginnen sie jedoch, feste Nahrung zu fressen. Auf dem Speiseplan stehen Gemüse, etwas Obst sowie tierisches Eiweiß in Form von Topfen, Eiern und Insekten.

An sonnigen Herbsttagen können Besucher den Nachwuchs zusammen mit der Gruppe in der Außenanlage des historischen Affenhauses beobachten – und vor allem hören. Denn Totenkopfaffen sind äußerst kommunikativ.

Komplexe Kommunikation wie ein Dialog

In den südamerikanischen Regenwäldern leben die Tiere in Gruppen von bis zu 200 Individuen. Mit zahlreichen unterschiedlichen Lauten halten sie Kontakt, tauschen Informationen aus und pflegen soziale Beziehungen. „Forschungsergebnisse deuten sogar darauf hin, dass ihre Kommunikation teilweise einem Dialog ähnelt. Mit sogenannten ‚Chucks', kurzen Kontaktrufen, treten die Tiere in einen akustischen Austausch, der an Fragen und Antworten erinnert. Tiere, die einander als Sozialpartner bevorzugen, tauschen diese Laute häufiger aus und reagieren auch schneller aufeinander“, erklärt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck.

Auch die Jungtiere sind schon gut zu hören. Sie klingen verschieden, je nachdem, ob sie nach ihren Müttern rufen oder ausgelassen herumtoben.
Wer die lebhaften Totenkopfaffen mag, kann im Tiergarten Schönbrunn eine Tierpatenschaft übernehmen. Je nach Paket kostet sie schon ab fünf Euro pro Monat. Alle Informationen finden sich unter www.zoovienna.at/patenschaften.

Quelle: https://www.zoovienna.at/de/news/affennachwuchs-ist-huckepack-unterwegs

Worüber spricht Hietzing morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.