Drogenrazzia in Grazer Szenelokal: Sechs Festnahmen

Bei einem Schwerpunkteinsatz in einem Lokal in Graz (Innere Stadt) hat die Polizei sechs Personen festgenommen. Die Beamten stellten dabei größere Mengen an Kokain, Cannabis und Amphetaminen sicher.
Das Landeskriminalamt Steiermark führte nach umfangreichen Ermittlungen einen gezielten Zugriff in einem Gastronomiebetrieb durch. Sechs Tatverdächtige wurden festgenommen, zudem beschlagnahmten die Ermittler eine erhebliche Menge unterschiedlicher Suchtmittel.
Ermittlungen nach anonymen Hinweisen
Die Kriminalbeamten hatten zuvor akribisch ermittelt. Neben Erkenntnissen aus bereits laufenden Verfahren führten auch mehrere anonyme Hinweise aus der Bevölkerung auf die Spur der Verdächtigen. Laut bisherigen Ermittlungsergebnissen soll in diesem und mehreren anderen Szenelokalen in den vergangenen Jahren vor allem Kokain im Kilobereich verkauft worden sein.
Der Drogenhandel dürfte einer klaren Systematik gefolgt sein. Direkt von Bediensteten – darunter Kellner und weitere Angestellte – soll der Verkauf organisiert und umgesetzt worden sein. Die Staatsanwaltschaft Graz erwirkte nach Auswertung des gesammelten Beweismaterials entsprechende Festnahmeanordnungen.
Kokain, Cannabis und Amphetamine sichergestellt
Bei dem Einsatz vollstreckten die Einsatzkräfte die Anordnungen. Im Zuge der anschließenden Durchsuchungen entdeckten die Beamten eine größere Menge an illegalen Substanzen. Unter den beschlagnahmten Beweismitteln befanden sich Kokain, Cannabis sowie Amphetamine. Den Tatverdächtigen wird gewerbsmäßiger Handel mit diesen Suchtmitteln vorgeworfen.
Das Landeskriminalamt Steiermark ist bestrebt, derartige kriminelle Strukturen konsequent zu bekämpfen und das Entstehen verfestigter Szenen im öffentlichen Raum zu verhindern. Die Bekämpfung der Suchtgiftkriminalität zählt seit jeher zu den klaren Schwerpunkten der polizeilichen Ermittlungen, denn erfahrungsgemäß stehen Delikte in diesem Bereich häufig in direktem Zusammenhang mit Gewalttaten.
Sowohl die Staatsanwaltschaft Graz als auch die Polizei gehen sämtlichen eingehenden Hinweisen weiterhin nach. Nach Einschätzung der Ermittler dürften die weiteren Erhebungen zu zusätzlichen Festnahmen führen. Ähnliche Schwerpunktkontrollen und gezielte Zugriffe in anderen Szenelokalen schließt die Polizei für die Zukunft nicht aus.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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