Drüsiges Springkraut breitet sich in Österreich aus

Eine invasive Pflanze aus dem Himalaya verdrängt heimische Arten entlang von Gewässern. Experten raten zu raschem Handeln vor der Blüte, um die Ausbreitung einzudämmen.
Das Drüsige Springkraut ist mittlerweile häufig entlang von Bächen und Flüssen anzutreffen. Die ursprünglich aus dem westlichen Himalaya stammende Pflanze wurde im 19. Jahrhundert als Garten- und Bienenweidepflanze nach Europa eingeführt.
Mit einer Wuchshöhe von bis zu zwei Metern und auffälligen rosa, purpurroten oder weißen Blüten ist die Art leicht erkennbar. Ihren Namen erhielt sie aufgrund der Samenkapseln: Diese springen bei Berührung auf und schleudern die Samen mehrere Meter weit. Über Gewässer und Erdtransporte verbreitet sich die Pflanze rasch.
Gefahr für Artenvielfalt und Böschungen
Problematisch wird die Pflanze, wenn sie dichte Bestände ausbildet. Sie verdrängt heimische Arten und beeinträchtigt dadurch die Artenvielfalt. Nach dem Absterben im Herbst fehlt zudem die stabilisierende Durchwurzelung, was an Böschungen die Gefahr von Bodenerosion erhöht.
Rechtzeitiges Entfernen verhindert Ausbreitung
Je früher das Springkraut beseitigt wird, desto wirksamer ist die Bekämpfung. Größere Bestände sollten kurz vor der Blütenbildung gemäht werden, einzelne Pflanzen können einfach ausgerissen werden. Entscheidend ist, die Samenbildung zu verhindern.
Das Pflanzenmaterial darf nicht geschlegelt, gemulcht oder kompostiert werden, sondern muss fachgerecht entsorgt werden. Mit gemeinsamer Mithilfe lässt sich die Ausbreitung des Drüsigen Springkrauts eindämmen und die heimische Pflanzenwelt schützen.
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