Dürre verursacht Milliardenschaden in Landwirtschaft

Erneut klettern die Temperaturen diese Woche über 30 Grad und verschlimmern die Lage für die heimische Landwirtschaft. Die Österreichische Hagelversicherung beziffert den Gesamtschaden durch Dürre, Frost, Hagel, Sturm und Überschwemmungen auf eine Milliarde Euro, so der ORF.
Die anhaltende Hitze setzt der österreichischen Landwirtschaft massiv zu. Landwirtschaftliche Kulturen im gesamten Bundesgebiet leiden unter den Folgen der Trockenheit, wie die Österreichische Hagelversicherung mitteilt. Neben den Dürreschäden sind auch Verluste durch Frost, Hagel, Sturm und Überschwemmungen zu verzeichnen.
Kärnten verzeichnet 70 Millionen Euro Dürreschaden
In Kärnten beläuft sich der Schaden durch Dürre auf 70 Millionen Euro. Hinzu kommen Frostschäden in Höhe von einer Million Euro sowie weitere Verluste durch Hagel, Sturm und Überschwemmungen von ebenfalls einer Million Euro.
Kurt Weinberger von der Österreichischen Hagelversicherung betont, dass alle Bundesländer und sämtliche Kulturen betroffen seien. „Insbesondere Grünland, Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Kürbisse und Soja, aber auch regional war das Getreide betroffen. Der Ertragsausfall beim Grünland liegt bei 45 Prozent, bei den Kulturen wie beispielsweise Mais, Soja, Kürbisse bei 25 Prozent und bei Getreide bei 15 Prozent“, so Weinberger.
Hohe Versicherungsquote bei Agrarflächen
Gleichzeitig verweist die Versicherung auf eine hohe Absicherung der landwirtschaftlichen Betriebe. 80 Prozent der Agrarflächen und 40 Prozent der Grünlandflächen seien gegen Dürreschäden versichert, erklärte Weinberger. Im Durchschnitt verfügten damit 60 Prozent der Agrarflächen in Österreich über eine Dürreversicherung.
Weinberger warnte vor einem Rückgang des Selbstversorgungsgrads bei heimischen Lebensmitteln und einer zunehmenden Abhängigkeit von Importen. Er mahnte mehr Klima- und Bodenschutz ein: „Nichtstun kommt uns sehr teuer, wie wir im heurigen Jahr sehen. Auch ein Verfehlen der österreichischen Klimaziele bis 2030 wird dem österreichischen Steuerzahler laut Rechnungshof Milliarden an Strafzahlungen bescheren. Zudem geht es beim Klimaschutz nicht nur um die Vermeidung von Schäden und Strafzahlungen in Milliardenhöhe, sondern es geht um die Zukunft der Menschheit und unserer Lebensräume.“