Dürre verursacht Milliardenschaden in Österreichs Landwirtschaft

Die anhaltende Trockenheit hat in der heimischen Landwirtschaft Schäden in Höhe von einer Milliarde Euro verursacht. Die Österreichische Hagelversicherung verzeichnet damit ein Rekordniveau bei den Dürreschäden, so der ORF.
Kurt Weinberger, Chef der Österreichischen Hagelversicherung, bezifferte den Gesamtschaden mit einer Milliarde Euro. „Wir haben Dürreschäden in der Landwirtschaft so hoch wie noch nie“, gab Weinberger bekannt. Die Versicherung übernimmt davon 400 Millionen Euro.
Vertrocknete Wiesen und Felder bestimmen das Bild in Österreich, besonders stark betroffen ist das Burgenland. Zu den geschädigten Kulturen zählen Grünland, Mais, Erdäpfel, Zuckerrüben, Kürbisse und Soja. Auch regionales Getreide erlitt Schäden.
Seit dem 15. Juni fiel in manchen Regionen um mehr als 75 Prozent weniger Niederschlag als im zehnjährigen Durchschnitt, wie Weinberger mitteilte. 80 Prozent der Ackerflächen und 40 Prozent der Grünlandflächen sind laut Hagelversicherung gegen Dürre versichert. Die versicherten Betriebe hätten somit einen Rechtsanspruch auf eine Entschädigung, sagte Weinberger.
Versorgungssicherheit in Gefahr
Weinberger warnte davor, dass die Ertragsausfälle die Lebensmittelversorgungssicherheit gefährden können. Der vom Menschen verursachte Klimawandel trage maßgeblich zur Zunahme der Schäden bei. Weinberger betonte die Bedeutung des Klimaschutzes als oberste Priorität, denn ein Rückgang der Selbstversorgungsrate mache Österreich zunehmend abhängig von Importen.
Die Dürre-Schadenbilanz der Hagelversicherung ist laut Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) eine zentrale Grundlage für die weiteren Entscheidungen der Bundesregierung und der Länder für das geplante Bauern-Hilfspaket.
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