Dürre verursacht Milliardenschäden in Österreich

Mathias FischerMathias Fischer
Klimawandel: Extreme Hitze, Niederschlagsdefizit und Milliardenschäden führen zu verdorrten Feldern und einem ausgetrockneten Flussbett.
© Mit KI (Gemini) generiert

Die anhaltende Trockenheit richtet massive Schäden in der heimischen Landwirtschaft an. Laut Hagelversicherung belaufen sich die dürrebedingten Verluste österreichweit bereits auf rund eine Milliarde Euro. Besonders dramatisch ist die Lage im Burgenland.

Extreme Hitze und massive Niederschlagsdefizite führen zu deutlichen Ertragseinbußen in der Landwirtschaft. Die burgenländische Agrarlandesrätin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Grüne) verlangt angesichts der angespannten Situation rasche und unbürokratische Unterstützung für jene Landwirtinnen und Landwirte, die von den Ernteausfällen besonders betroffen sind.

Gleichzeitig müsse die Bundesregierung aus der zunehmenden Zahl an Extremwetterereignissen Konsequenzen ziehen, so die Grünen-Landessprecherin.

Kurswechsel bei Klimaschutz gefordert

Neben dem angekündigten Hilfspaket brauche es einen grundlegenden Kurswechsel bei Klimaschutz und Klimawandelanpassung. „Es reicht nicht, nach jeder Dürre ein Hilfspaket zu schnüren und dann zur Tagesordnung überzugehen. Wir müssen jetzt Akuthilfe leisten und gleichzeitig echte Maßnahmen für Klimaschutz und Klimawandelanpassung umsetzen“, wird Haider-Wallner zitiert.

Dazu gehört für die Grünen auch eine andere Verwendung öffentlicher Mittel. Statt fossile Energieträger weiterhin mit Milliardenbeträgen zu fördern, müssten Investitionen gezielt in Klimaschutz, Renaturierung und die Anpassung an die Folgen der Klimakrise fließen – insbesondere in der Landwirtschaft.

Verlässliche Rahmenbedingungen notwendig

Wassersparende Bewirtschaftung, Bodenschutz, Humusaufbau und angepasste Kulturen werden angesichts der veränderten klimatischen Bedingungen immer wichtiger. Dafür brauchen landwirtschaftliche Betriebe verlässliche Rahmenbedingungen und Unterstützung bei notwendigen Investitionen.

Haider-Wallner kritisiert zudem die Unterstützung von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig für eine Verlängerung kostenloser CO₂-Zertifikate für die Industrie. Wer frühzeitig in klimafreundliche Technologien investiert habe, dürfe nicht gegenüber jenen benachteiligt werden, die notwendige Investitionen aufgeschoben hätten.

Quelle: https://burgenland.gruene.at/news/durre-setzt-landwirtschaft-massiv-unter-druck

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