Echtzeit-Anzeigen auf A 22 vergleichen Auto und Bahn

Auf der Donau Ufer Autobahn bei Stockerau informieren neue Überkopfanzeigen Pendler darüber, ob die Fahrt mit dem Auto oder der Zug nach Wien schneller ist. Zusätzlich werden freie Park-&-Ride-Stellplätze und Abfahrtszeiten angezeigt.
ASFINAG und ÖBB haben auf der A 22 bei Stockerau ein Pilotprojekt gestartet, das Pendlern die Entscheidung zwischen Auto und Bahn erleichtern soll. Überkopfanzeigen vergleichen in Echtzeit die Fahrtdauer nach Wien mit beiden Verkehrsmitteln. Erstmals in Österreich wird damit direkt auf der Autobahn sichtbar, wann der Umstieg auf die Schiene tatsächlich Zeit spart.
Die Anzeigen zeigen neben den aktuellen Fahrzeiten auch die Anzahl freier Stellplätze auf der Park-&-Ride-Anlage sowie die Abfahrtszeit des nächsten Zuges an. „Wer täglich pendelt, will vor allem eines: verlässlich und möglichst rasch ankommen“, wird Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur Peter Hanke zitiert. Das Projekt stärke die Wahlfreiheit und verbinde die Vorteile von Straße und Schiene.
Mehrere Datenquellen in Echtzeit verknüpft
Das System kombiniert Verkehrsdaten der ASFINAG, Belegungsdaten des Park-&-Ride-Standorts sowie Fahrplan- und Echtzeitinformationen der täglich über 60 Züge, die über Stockerau zum Praterstern verkehren. Die Informationen werden laufend zusammengeführt und direkt auf den Überkopfwegweisern dargestellt.
Wochentags sind rund 65.000 Fahrzeuge auf der A 22 bei Stockerau in Richtung Wien unterwegs. ASFINAG-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl betont, man investiere nicht nur in Infrastruktur, sondern auch in intelligente Mobilität. „Straße und Schiene arbeiten nicht gegeneinander, sondern miteinander“, erklärt er. Das Projekt helfe, bestehende Infrastruktur bestmöglich zu nutzen.
Ziel: Effizientere Verkehrsströme
ASFINAG-Vorstand Herbert Kasser hebt hervor, dass moderne Mobilität dort entstehe, wo Straße, Park & Ride und Bahn intelligent zusammenwirken. Das Projekt stärke den Modal Split und zeige, wie bestehende Infrastruktur noch besser genutzt werden könne.
Franz Hammerschmid, Geschäftsbereichsleiter Assetmanagement und strategische Planung bei der ÖBB Infrastruktur AG, sieht in der Digitalisierung neue Möglichkeiten. Die Anzeigen machten auf einen Blick sichtbar, wann der Umstieg auf die Bahn Zeit spare, und unterstützten so eine optimale Mobilitätsentscheidung.
Mit dem Pilotprojekt schaffen ASFINAG und ÖBB eine durchgängige Informationskette zwischen Straße, Park & Ride und Bahn. Ziel ist es, Verkehrsströme effizienter zu lenken, freie Kapazitäten auf der Schiene besser zu nutzen und Staus auf den Haupteinfahrtsrouten nach Wien zu reduzieren.
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