EIB gibt weitere 20 Millionen Euro für Burgenland Energie

Die Europäische Investitionsbank stellt dem burgenländischen Energieversorger zusätzliche 20 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld fließt in den Ausbau von Wind- und Solarenergie im östlichsten Bundesland Österreichs.
Die Europäische Investitionsbank (EIB) erhöht ihre Unterstützung für ein Großprojekt im Bereich erneuerbare Energien im Burgenland. Der regionale Energieversorger Burgenland Energie erhält ein zusätzliches Darlehen von 20 Millionen Euro. Bereits im vergangenen Jahr hatte die EIB dem Unternehmen 250 Millionen Euro für die Erweiterung der Wind- und Solarstromerzeugung bereitgestellt.
Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Österreichs größter Betreiber von Wind- und Photovoltaikanlagen. In den vergangenen fünf Jahren hat Burgenland Energie seine Kapazität im Bereich erneuerbare Energien verdoppelt. Bis 2030 soll die Erzeugungskapazität um weitere 2.000 Megawatt wachsen – das entspricht etwa einem Fünftel der aktuellen Wind- und Solarkapazität in ganz Österreich.
Ziel: Energieunabhängigkeit bis 2030
Das Bundesland strebt an, bis 2030 energieunabhängig und klimaneutral zu werden. Dafür sind rund 40 Standorte im gesamten Burgenland vorgesehen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf etwa 1,5 Milliarden Euro. Neben der EIB sind auch die Erste Bank, die Landesbank Baden-Württemberg, die UniCredit Bank Austria, die Raiffeisen Bank International, die Wiener Städtische sowie die deutsche Talanx Group als Finanzierungspartner beteiligt.
„Vor fünf Jahren lag die Energieunabhängigkeit des Burgenlands bei 50 Prozent, heute sind es bereits 75 Prozent“, sagte Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender von Burgenland Energie. Das Ziel bleibe unverändert: 100 Prozent Energieunabhängigkeit und Klimaneutralität bis 2030. Die zusätzliche Finanzierung der EIB sei ein starkes Signal, dass Europa an diesen Weg glaube.
Unterstützung durch InvestEU-Programm
Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des InvestEU-Programms der Europäischen Union. Das Projekt trägt auch zum REPowerEU-Plan bei, der darauf abzielt, Europas Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen.
EIB-Vizepräsident Karl Nehammer betonte, dass Investitionen wie diese Europas Energieunabhängigkeit zur Realität machten. „Energie ist heute eine Frage der Sicherheit und der Wettbewerbsfähigkeit“, sagte er. Das Burgenland zeige, was möglich sei, wenn ambitionierte regionale Projekte, langfristige Finanzierung und europäische Unterstützung zusammenkämen.
Quelle: OTS
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