Eigentumsquote in Österreich auf Tiefstand gesunken

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Nur noch 47,3 Prozent der Österreicher wohnen in den eigenen vier Wänden. Grund dafür sind hohe Preise und teure Finanzierungen, so der ORF.

Die Zahl der Menschen, die in Österreich in einer eigenen Wohnung oder einem eigenen Haus leben, ist deutlich zurückgegangen. Das geht aus einer Analyse der Wiener Städtischen hervor, die auf Daten der Statistik Austria basiert.

Im Jahr 2005 lebte noch jeder zweite Österreicher im Eigentum. Mittlerweile ist die Quote auf 47,3 Prozent gefallen. Den niedrigsten Wert weist traditionell Wien auf, den höchsten das Burgenland.

Kärnten besonders stark betroffen

In Kärnten ist der Eigentumsanteil allein im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent gesunken. Die Entwicklung wirkt sich auch auf die Bautätigkeit aus: Es entstehen immer weniger neue Wohnungen. Laut der Plattform IMO United wurden heuer in Kärnten lediglich 41 neue Wohnbauprojekte begonnen.

Banken vergeben Kredite restriktiv

Verantwortlich für den Rückgang seien die aktuellen Rahmenbedingungen, erklärt Immobilienentwickler Maximilian Madile. Die Neubaupreise seien weiterhin relativ hoch. „Real sind sie natürlich gesunken durch die Inflation, aber es scheint einfach, dass sie für den Markt immer noch zu hoch sind“, so Madile.

Hinzu komme die restriktive Haltung der Banken bei der Finanzierung. Das Vertrauen der Konsumenten in den Markt fehle noch. „Viele Projekte sind derzeit in den Startlöchern, aber der Vorverkauf wird einfach nicht erreicht“, sagt der Immobilienentwickler. Deshalb müssten die Projekte weiter warten.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3365546/

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