Eigentumsquote sinkt auf niedrigsten Wert seit 2005

Mathias FischerMathias Fischer
© Phalgunn Maharishi / Pexels (Symbolbild)

Immer weniger Österreicher besitzen die eigene Wohnung oder das eigene Haus. Laut einer Analyse der Wiener Städtischen auf Basis von Statistik Austria-Daten liegt die Eigentumsquote aktuell bei nur noch 47,3 Prozent – der tiefste Stand seit zwei Jahrzehnten.

Die Eigentumsquote in Österreich ist auf 47,3 Prozent gefallen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Wiener Städtischen, die auf Zahlen der Statistik Austria basiert. Vor 20 Jahren, im Jahr 2005, lebte noch mehr als jeder zweite Österreicher in den eigenen vier Wänden. Doris Wendler, Vorstandsdirektorin des Versicherungsunternehmens, erklärt: „Die eigenen vier Wände bleiben für viele Österreicher:innen ein wichtiges Lebensziel. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass der Weg zum Eigentum angesichts hoher Immobilienpreise und Finanzierungskosten schwieriger geworden ist.“

Burgenland führt, Wien bildet Schlusslicht

Ob jemand zur Miete oder im Eigentum wohnt, hängt stark vom Bundesland ab. Das Burgenland führt mit einer Eigentumsquote von 66,5 Prozent klar die Statistik an. Dahinter reihen sich Niederösterreich mit 61,4 Prozent, die Steiermark mit 55,7 Prozent und Vorarlberg mit 55,5 Prozent ein. In Wien besitzen hingegen nur 19,3 Prozent der Bewohner ihre Wohnung oder ihr Haus – der mit Abstand niedrigste Wert österreichweit.

Den stärksten Rückgang im Jahresvergleich verzeichnet Kärnten, wo die Eigentumsquote um 2,5 Prozentpunkte auf 53,1 Prozent sank. Auch in Niederösterreich (minus 1,6 Prozentpunkte) und im Burgenland (minus 0,9 Prozentpunkte) ging der Anteil zurück. Gegen den bundesweiten Trend entwickeln sich Vorarlberg und Tirol, wo die Eigentumsquote um 0,3 beziehungsweise 0,8 Prozentpunkte zunahm.

Wohnfläche wächst weiter – Burgenland an der Spitze

Während Eigentum seltener wird, steigt die durchschnittliche Wohnfläche weiter an. Österreicher leben mittlerweile auf durchschnittlich 102,2 m² – ein neuer Höchstwert. Vor zwei Jahrzehnten lag die Wohnfläche noch knapp 6 m² darunter. Auch hier zeigen sich deutliche regionale Unterschiede: Im Burgenland verfügen die Bewohner über die größten Wohnungen und Häuser mit durchschnittlich 124,9 m². Es folgen Niederösterreich mit 119,1 m² und Oberösterreich mit 112,4 m². Am unteren Ende liegt erneut Wien mit 75,4 m² durchschnittlicher Wohnfläche.

Jeder Dritte wohnt allein

Die Zahl der Einpersonenhaushalte steigt kontinuierlich. Im Jahr 2025 lebt bereits rund jeder dritte Österreicher allein – der Anteil erreichte 39,1 Prozent und damit einen neuen Rekordwert. Besonders stark ausgeprägt ist dieser Trend in Wien, wo 45,5 Prozent aller Haushalte aus nur einer Person bestehen. Dahinter folgen Kärnten, die Steiermark und Tirol. Den geringsten Anteil an Einpersonenhaushalten weist das Burgenland mit 34,5 Prozent auf. Dass Wien sowohl die höchste Quote an Einpersonenhaushalten als auch die geringste durchschnittliche Wohnfläche aufweist, unterstreicht den Zusammenhang zwischen Haushaltsgröße und Wohnraum.

Versicherungsschutz anpassen

Die eigenen vier Wände seien mehr als nur Wohnraum, betont Wendler. Sie seien Rückzugsort und Aufbewahrungsort für persönlich und finanziell wertvolle Gegenstände. „Der Wert einer Immobilie und ihres Inventars ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Eine moderne Eigenheim- und Haushaltsversicherung sollte deshalb regelmäßig überprüft und an die aktuelle Wohn- und Lebenssituation angepasst werden“, empfiehlt die Vorstandsdirektorin. Die Wiener Städtische bietet mit dem Produkt „sorgenfreies.wohnen“ einen Haushaltsschutz, der flexibel aufgebaut ist und Risiken rund um Wohnen, Eigentum, Haftpflicht und Technik abdeckt. Die Haushaltsversicherung schützt vor finanziellen Folgen bei Feuer, Sturm, Einbruch, Leitungswasserschäden, Glasbruch oder Naturereignissen wie Hochwasser.

Quelle: OTS

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