Einbrüche in Dämmerung: Polizei warnt vor Herbst-Risiko

Mathias FischerMathias Fischer
Einbrecher mit Sack über der Schulter, Zivilschutztipp Dämmerungseinbrüche
© friedensgemeinde.at

Mit Beginn der kalten Jahreszeit steigt die Gefahr von Wohnungseinbrüchen. Kriminelle nutzen die frühe Dunkelheit zwischen Oktober und März aus. Die meisten Taten ereignen sich zwischen 16 und 21 Uhr in Einfamilienhäusern und ebenerdigen Wohnungen.

Die frühe Dunkelheit in den Wintermonaten schafft ideale Bedingungen für Einbrecher. Besonders gefährdet sind Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und ebenerdige Wohnungen. Die kritische Zeit liegt dabei am frühen Abend, wenn viele Menschen noch nicht zu Hause sind.

Beleuchtung als wichtigster Schutz

Hauseigentümer und Mieter können durch gezielte Maßnahmen potenzielle Täter abschrecken. Lichtquellen innen und außen spielen dabei eine zentrale Rolle. Beim Verlassen der Wohnung sollte in mindestens einem Raum das Licht brennen. Bei längerer Abwesenheit empfiehlt sich der Einsatz von Zeitschaltuhren mit unterschiedlichen Einschaltzeiten für die Abendstunden.

Im Außenbereich sorgen Bewegungsmelder mit starker Beleuchtung dafür, dass sich nähernde Personen sofort sichtbar werden. Auch akustische Signale können zusätzlich abschreckend wirken.

Bewohnten Eindruck erwecken

Wer länger abwesend ist, sollte Nachbarn bitten, regelmäßig den Briefkasten zu leeren. Im Winter ist es wichtig, Schnee räumen zu lassen, damit das Objekt bewohnt wirkt. Leitern, Kisten oder andere Gegenstände, die als Einstiegshilfe dienen könnten, gehören nicht in den Garten. Außensteckdosen sollten deaktiviert werden.

Fenster und Türen richtig sichern

Lüften sollte nur bei Anwesenheit erfolgen. Gekippte Fenster oder Terrassentüren lassen sich leicht überwinden. Zudem zahlen Versicherungen in solchen Fällen oft nicht, da kein Einbruch, sondern lediglich ein Diebstahl vorliegt.

Terrassentüren lassen sich durch Rollbalken oder Außenjalousien zusätzlich absichern. Empfohlen werden außerdem Alarmanlagen, Videoüberwachung und hochwertige Schlösser mit Schließzylindern. Vor der Anschaffung solcher Systeme bietet die Kriminalpolizeiliche Beratung kostenlose und objektive Beratung an.

Nachbarschaft und Polizei einbinden

Aufmerksame Nachbarn, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge wahrnehmen und dokumentieren, leisten einen wichtigen Beitrag. Nach Einbrüchen in der Siedlung kann der Austausch untereinander helfen, etwa durch Hinweise aus privaten Videoüberwachungsanlagen.

Bei verdächtigen Wahrnehmungen sollte sofort die Polizei verständigt werden. Die Meldung verursacht keine Kosten. Wer einen Einbrecher auf frischer Tat ertappt, darf sich ihm keinesfalls in den Weg stellen, sondern muss umgehend die Polizei rufen.

Auch Beobachtungen im Bereich öffentlicher Verkehrsmittel wie Bahnhöfen oder Bahnlinien sollten gemeldet werden, da Täter diese bevorzugt als Transportmittel nutzen.

Wertgegenstände dokumentieren

Ein Eigentumsverzeichnis für Wertgegenstände erleichtert im Ernstfall die Fahndung und die Zuordnung sichergestellter Objekte. Bevorzugt gestohlen werden Bargeld, Münzen, Schmuck, Uhren, Digitalkameras, Laptops und Handys.

Das Land Niederösterreich und einzelne Gemeinden bieten Förderungen für Investitionen in die Absicherung von Eigenheimen an.

Quelle: https://www.friedensgemeinde.at/Daemmerungseinbrueche_vermeiden_1

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