Einbürgerungen in NÖ um 44,6 Prozent gestiegen

Bis Ende Juni 2026 wurden in Niederösterreich 1.871 Personen eingebürgert. Das entspricht einem Anstieg von 44,6 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. FPÖ-Asyllandesrat Martin Antauer fordert eine Gesetzesnovelle vom Bund.
In Niederösterreich wurden bis Ende Juni 2026 insgesamt 1.871 Personen eingebürgert. Das bedeutet einen Zuwachs von 44,6 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr 2026 ergibt das mehr als 3.700 Einbürgerungen in Niederösterreich. Das gab Martin Antauer, Asyllandesrat der FPÖ Niederösterreich, bekannt.
Bundesweit erhielten im ersten Halbjahr 2026 13.700 Menschen die österreichische Staatsbürgerschaft. Davon haben 9.750 Personen ihren Wohnsitz in Österreich. Die häufigsten Herkunftsländer sind Syrien, Afghanistan und Iran.
Forderung nach strengeren Regeln
Antauer fordert vom Bund eine Gesetzesnovelle. Die Länder müssten derzeit die Bundesvorgaben umsetzen und „die vom Bund vorgesetzte Suppe auslöffeln“, kritisiert der Landesrat. Er verlangt, dass der legale Aufenthalt in Österreich auf 20 Jahre ausgeweitet werden müsse, bevor eine Einbürgerung möglich ist.
Ursprüngliche Asylwerber, Geduldete, Vertriebene und illegale Migranten sollten nach Antauers Vorstellung überhaupt keine Möglichkeit zum Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft erhalten. Diese Gruppen seien „niemals in unser Land gerufen worden“ und würden nun auf der „2015er-Asylwelle mitschwimmen“, so der FPÖ-Politiker.
Zusätzlich verlangt Antauer strengere Prüfungen der Lebensführung sowie von Einkommen und Steuerabgaben. Man brauche „Nettozahler und keine Personen, die erst wieder unseren fleißigen Steuerzahlern auf der Tasche liegen“.
Quelle: OTS
Worüber spricht Niederösterreich morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.