Einsatzorganisationen üben in Melk für Terrorlagen

Mathias FischerMathias Fischer
Melk: Trainings-Symbol mit Kreuz, Helm und Stern über Karte, vernetztes digitales Design
© Mit KI (Gemini) generiert

In Melk fand zum zweiten Mal eine gemeinsame Fortbildung für medizinisches Fachpersonal verschiedener Einsatzorganisationen statt. Polizei, Bundesheer, Rettungsdienst, Feuerwehr und weitere Organisationen trainierten den Umgang mit Amok- und Terrorlagen.

Notruf Niederösterreich organisierte in Melk eine organisationsübergreifende Schulung für Einsatzkräfte. Das Rote Kreuz St. Pölten und die Feuerwehr Melk unterstützten die Veranstaltung. Teilnehmer von Polizei, Österreichischem Bundesheer, zivilem Rettungsdienst, Acute Community Nurses (ACN) und Feuerwehr übten Situationen, die im Alltag selten auftreten, aber höchste Professionalität und präzise Zusammenarbeit erfordern.

Im Zentrum der Übung standen Amok- und Terrorlagen sowie Ereignisse mit mehreren Schwerverletzten. Das Programm umfasste Fachvorträge, medizinische Skilltrainings und realitätsnahe Einsatzszenarien im Stationsbetrieb.

Landesräte betonten Bedeutung der Zusammenarbeit

Hochrangige Vertreter aus Politik, Verwaltung und der Sicherheitsfamilie Niederösterreichs nahmen an einem Inspektionstermin teil. Anwesend waren die Landesräte Eva Prischl und Martin Antauer.

„Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen – auch über die Grenzen der einzelnen Organisationen hinweg. Wer gemeinsam übt, kann gemeinsam rasch und sicher helfen“, sagte Landesrat Martin Antauer. Das Training stärke die Einsatzkräfte und könne im Ernstfall Leben retten.

Gesundheitslandesrätin Eva Prischl hob hervor, dass medizinische Großübungen unverzichtbar seien, um auf außergewöhnliche und lebensbedrohliche Einsatzlagen vorbereitet zu sein. Klare Abläufe und ein eingespieltes Zusammenspiel aller beteiligten Organisationen schafften Sicherheit und stärkten die Kooperation.

Schnittstellen zwischen Organisationen im Fokus

Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf den Schnittstellen zwischen den Organisationen. Zentrale Fragen waren: Wer übernimmt in welcher Phase welche Aufgaben? Wie kann die medizinische Versorgung in einer dynamischen und möglicherweise weiterhin gefährlichen Lage organisiert werden? Und wie müssen Einsatzkräfte unterschiedlicher Organisationen zusammenarbeiten, damit Patienten möglichst rasch und bestmöglich versorgt werden können?

Bei außergewöhnlichen Einsatzlagen könne sich die Situation innerhalb kürzester Zeit verändern, hieß es. Informationen seien zu Beginn oft unvollständig, gleichzeitig müssten Sicherheitsmaßnahmen, Einsatzführung und medizinische Versorgung eng aufeinander abgestimmt werden.

Josef Schmoll, Geschäftsführer von Notruf Niederösterreich, erklärte: „Außergewöhnliche lebensbedrohliche Einsatzlagen können wir nur gemeinsam bewältigen. Entscheidend ist, dass die Zusammenarbeit nicht erst dann beginnt, wenn der Ernstfall eintritt.“ Man müsse die Abläufe, Möglichkeiten und Arbeitsweisen der anderen Organisationen kennen und bereits vorher gemeinsam trainiert haben.

Neben den Landesräten waren unter anderem die Leiterin der Abteilung Gesundheitsrecht des Landes Niederösterreich, Astrid Weber, die Bezirkshauptleute Daniela Obleser (Melk) und Andreas Riemer (Tulln), der Melker Bürgermeister Patrick Strobl, Landesmilitärkommandant Georg Härtinger, Landespolizeidirektor Franz Popp, Samariterbund-Präsident Hannes Sauer, Wasserrettungs-Präsident Markus Schimböck, Bezirksfeuerwehrkommandant Manfred Babinger, Bezirksrettungskommandant Lukas Dangl sowie die Rotkreuz-Geschäftsführer Sebastian Frank (St. Pölten) und Dominik Gruber (Melk) vor Ort.

Quelle: OTS

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